Seit 2006 praktiziert der Landesanglerverband Thüringen e.V. zusammen mit Vereinen erfolgreich sein Äschen- und Bachforellenschutzprogramm. In dieser Zeit wurden in den Aufzuchtbächen und den Anlagen der Fischzucht Vogel mehrere 100.000 Setzlinge aufgezogen und in die Thüringer Fließgewässer, wie Nesse, Hörsel, Gera, Apfelstädt, Unstrut oder Ilm ausgesetzt.
Mit eigener, moderner Fischtransporttechnik lieferte der Landesanglerverband Thüringen e.V. (LAVT) am Dienstag, den 29.06.2021 früh morgens über 10.000 quicklebendige Bachforellen- und Äschensetzlinge für die Aufzuchtbäche und die Saale in Saalefeld, an. Alle Elterntiere (Laichfische) stammen aus dem eigenem Schutzprogramm und dem Flusseinzugsgebiet Gera-Unstrut-Saale.
Der Geschäftsführer des Landesanglerverbandes Thüringen e.V., A. Pleikies, präsentiert den Gästen stolz die einjährigen Äschen aus dem verbandseigenen Schutzprogramm
Mitglieder der Pacht- und Hegegemeinschaft beim Besatz der Bachforellensetzlinge aus dem Schutzprogramm des Landesanglerverbandes Thüringen e.V. Im Vordergrund der Vorsitzende A. Sobeh
Diese tolle Aktion im Interesse des Fischartenschutzes kam auf Initiative der Pacht- und Hegegemeinschaft Saalfeld e.V. und des LAVT zustande. Das öffentliche Interesse war mit über 40 Gästen und Helfern riesig. Auch Vertreter des Thüringer Landtages, des TMIL, des TMUEN, der Bürgermeister der Stadt Saalfeld u.v.m. nahmen am Fischbesatz teil.
Wussten Sie, dass Fische zu den am stärksten gefährdeten Arten in Thüringen gehören? Von den 43 Fischarten sind in Thüringen rund zwei Drittel in ihrer Existenz bedroht. Selbst unsere heimische Bachforelle oder Äsche kann nur durch Schutzprogramme sowie Hege- und Besatzmaßnahmen im Bestand gesichert werden.
Mit viel Manpower und eigenem Geld hat der Landesanglerverband Thüringen e.V. in Kooperation mit Thüringer Fischzuchtbetrieben eigene Laichfischbestände aufgebaut. Jedes Jahr werden die Laichfische abgestrichen, mehrere 100.000 Eier erbrütet sowie die Brut- und Setzlinge im Bruthaus sowie in rund 30 km Aufzuchtbäche aufgezogen. Danach werden die Setzlinge in die Fließgewässer, wie die Nesse, Hörsel, Apfelstädt, Gera, Unstrut oder Ilm zur Bestandsstützung ausgesetzt. – Dies mit Erfolg.
Ohne entsprechende Hege- und Besatzmaßnahmen und die Realisierung von Fischartenschutzprogrammen, in Kooperation mit unseren Thüringer Fischzuchtbetrieben, wäre der Gefährdungsgrad für viele heimische Fischarten, wie die Äsche und selbst für die Bachforelle deutlich höher.
Darum ein großes Dankeschön an alle Anglervereine, welche durch Ihr Engagement, in unzähligen ehrenamtlichen Arbeitsstunden einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unserer heimischen Fischfauna leisten.
Dies oft in Kooperation und mit fachlicher Unterstützung durch unsere Partner, den Thüringer Fischzuchtbetrieben sowie deren zusätzliche Bereitstellung von qualitativ hochwertigen, gesunden Satzfischen.
Dieser Aal hat sich als sein zu Hause ein mit Dreikantmuscheln besiedeltes Toilettenbecken gesucht. Offensichtlich fühlt sich der Aal hier sicher.
Sicherlich sind vielfältige Gewässerstrukturen von fischereiökologischer Bedeutung. Trotz diesem kuriosen Bild mit dem Aal, sollten wir Anglerinnen und Angler uns konsequent gegen jede Entsorgung von Müll und Abwässern in unsere Gewässer engagieren.
Ein Beispiel in viel größerer Dimension ist das Versenken großer Schiffe zur Schaffung künstlicher Riffe. Diese Methode ist jedoch nur dann sinnvoll, wenn sie die Meere nicht zusätzlich verschmutzt und für eine Vermehrung der Fischfauna sorgt.
Der durchaus in solchen künstlich geschaffenen Riffen vorkommende Fischreichtum darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass das zunehmende Versenken ausgedienter Schiffe, auch wenn sich die Vorschriften zum Versenken verschärft haben, ein massiver Eingriff in die Unterwasserökologie ist.
Übrigens, seit 2009 wird auf der ganzen Welt der 8. Juni als Tag des Meeres von den Vereinten Nationen begangen, um auf den Wert und die Bedrohung der Weltmeere aufmerksam zu machen.
Auch der Aal auf dem Foto wird als katadromer Wanderfisch zum Laichen vom Süßwasser ins Meer ziehen. Auf dieser bis zu 7.000 km langen Reise in die Sargassosee, welche ein bis anderthalb Jahre dauert, ist er auf ökologisch intakte Binnengewässer und Meere angewiesen.
Schützen wir unsere Meere und deren natürlichen Riffe, schützten wir unsere Thüringer Gewässer und damit auch unsere heimische Fischfauna.
In diesem Sinne, allen Anglerinnen und Anglern sowie Unterstützern sauberer, strukturreicher Gewässer ein kräftiges Petri Heil.
Liebe Anglerinnen und Angler, Liebe Freunde der Angelfischerei,
der Landesanglerverband Thüringen e.V. hat bereits am Montag, den 26.04.2021 alle seine 225 Vereinsvorstände per E-Mail und postalisch ausführlich über die verschärften Corona – Regelungen sowie zur aktuellen Corona – Ausgangssperre informiert.
Jedoch erreichen uns diesbezüglich nach wie vor jeden Tag unzählige Anfragen, in denen vor allem großer Unmut geäußert wird. Viele der Fragen und Kritiken sind durchaus berechtigt, doch manche auch sehr unsachlich und beleidigend.
Es ist wichtig, dass wir nicht verlernen zu hinterfragen und auch nicht alles hinnehmen, was uns vorgegeben wird. Wir benötigen viel mehr konstruktive Kritik und persönliche Teilhabe bei der Gestaltung unserer Gesellschaft durch jeden Einzelnen.
Doch für plausible Antworten zu den verschärften Corona – Regelungen sind nicht die Vereine oder Verbände verantwortlich, welche selbst davon betroffen sind, sondern vor allem die Politik und ihre Berater.
Leider zeigt besonders Corona sehr deutlich, dass der Solidargedanke in unserer Gesellschaft immer mehr verloren geht.
Unser Verband hat gleich Anfang der Woche das Gespräch mit der Corona – Koordinierungsstelle Thüringen gesucht, um wichtige Fragen unserer Mitglieder zur Ausgangssperre und den verschärften Corona – Regelungen abzuklären.
In diesem und bereits vorher geführten Gesprächen wurde immer wieder deutlich, dass viele gesetzliche Regelungen nicht eindeutig genug formuliert sind und eine Vielzahl von Interpretationsspielräumen zulassen. So können selbst verantwortliche Stellen, welche die Bürgerinnen und Bürger oder Verbände beraten sollen, auf viele Fragen keine eindeutige Antwort geben.
Unmutsäußerungen und Kritiken ob berechtigt oder nicht, viele scheinen leider auszublenden, dass wir momentan im Vergleich zu anderen Interessengruppen noch großes Glück haben. So ist in Thüringen das Angeln in der Zeit von 5.00 bis 22.00 Uhr (24.00 Uhr), ohne größere Einschränkungen, möglich. Das heißt, wir können 17 bzw. 19 Stunden am Tag unser Hobby an den Thüringer Gewässern ausüben (siehe Anlagen).
Jeder hat sicherlich mit verfolgt, wie stark andere Sportarten bzw. Freizeitbeschäftigungen in den vergangenen Monaten durch die Corona – Einschränkungen betroffen sind. Hier ist oft die Ausübung komplett verboten und nicht wenige Sportvereine verlieren aktuell viele ihrer Mitglieder und kämpfen um ihre Existenz.
Bei allem verständlichen Unmut sollten wir deshalb die Diskussionen sachlich führen, als Solidargemeinschaft handeln und das momentan Mögliche nicht durch eigenes Fehlverhalten gefährden.
Da es auf Grund ständig neuer Corona – Regelungen schwierig ist den Überblick zu behalten, haben wir für Sie in den nachfolgenden Anlagen das Wichtigste zur Corona – Notbremse der Bundesregierung und zu den aktuellen Regelungen in Thüringen zusammengefasst.
Entsprechend des Infektionsgeschehens können diese Regelungen durchaus gelockert, aber auch verschärft werden. Weitere Informationen erhalten Sie unter
sowie bei den Landkreisen und kreisfreien Städten, wo weitergehende Regelungen möglich sind.
Bitte beachten: Alle Angaben sind ohne Gewähr und ergeben keinen Rechtsanspruch gegenüber dem LAVT.Auf Grund der Erfahrungen aus der Vergangenheit sind plötzliche Wendungen jederzeit möglich!Bitte informieren Sie sich täglich bzw. bevor Sie das Angeln beginnen.
Sollten Sie noch Fragen oder Hinweise haben, können Sie sich gern an die Geschäftsstelle des LAVT wenden. Die Kontaktdaten finden Sie unter www.lavt.
Petri Heil Dietriche Roese, Präsident André Pleikies , Geschäftsführer
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Messe Erfurt benennt 1. – 3. April 2022 als neuen Veranstaltungstermin
Die Messe Erfurt sagt die auf Mai verschobenen Veranstaltungen Reiten-Jagen-Fischen – Messe für Freizeit in der Natur – sowie Forst³ – Messe für Wald, Forst und Holz – in enger Abstimmung mit den Fachverbänden der beiden Messen für den 14.-16. Mai 2021 ab.
„Die aktuellen Beschlüsse der letzten Bund-Länder-Konferenz haben leider nicht zur erhofften Planungssicherheit im Hinblick auf mögliche Öffnungsschritte für Messen und Ausstellungen geführt. Es fehlt nach wie vor eine klare Öffnungsperspektive und somit die Planbarkeit unserer Reiten- Jagen- Fischen mit Forst³ im Mai 2021.“ konstatiert Michael Kynast, Geschäftsführer der Messe Erfurt GmbH.
Über die Öffnungen in der Messe- und Veranstaltungsbranche soll bei der Ministerpräsidenten-Konferenz am 22. März beraten werden. Aufgrund der aktuell steigenden Fallzahlen ist nicht mit einer Öffnung zu rechnen. Damit ist die Möglichkeit zum Re- Start von Messen und Großveranstaltungen weiterhin unklar, ebenso wie die Auflagen, die daran geknüpft sein werden. Viele Aussteller zögern auch auf Grund der fehlenden Öffnungsperspektive mit ihrer Anmeldung zur Reiten-Jagen-Fischen.
Die 22. Reiten-Jagen-Fischen und die 2. Forst³ finden im kommenden Jahr vom 1. – 3. April 2022 auf dem Erfurter Messegelände statt.
Leider ist auch unsere in Thüringen heimische Bachforelle Salmo trutta, immer mehr in ihren Beständen gefährdet. Insbesondere mussten wir ein zunehmendes Verschwinden der lokal angepassten Bachforellenstämme festzustellen.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Darum hat der Landesanglerverband Thüringen gemeinsam mit seinen Vereinen und Fischzuchtbetrieben bereits im Jahr 2010 ein Bachforellenschutzprogramm aufgelegt.
Von den Mitgliedern der Arbeitsgruppe Fischartenschutz des LAVT werden aus speziellen Laichfischgewässer des Thüringer Gewässerverbundes, wie zum Beispiel im Bereich Plaue/Arnstadt, aus einem Nebengewässer der Gera, die dort seit Jahrzehnten angestammten Bachforellenlaicher entnommen.
Diese werden dann in der Fischzucht Lehnstedt abgestrichen, die Eier dort erbrütet und die Bachforellenbrut mit Fachkompetenz und viel Liebe aufgezogen.
Grundsätzlich versuchen wir möglichst auf Bachforellenlaicher zurückzugreifen, welche aus Gewässern stammen, wo später die Schutzmaßnahmen greifen sollen.
Vor den Besatzmaßnahmen werden alle Aufzuchtbäche von den Mitgliedern der Arbeitsgruppe Fischartenschutz des LAVT nochmals kontrolliert und für den Besatz vorbereitet.
Wichtig! – Wir versuchen möglichst die Aufzucht der Setzlinge in Rinnen oder Silos zu vermeiden und die Aufzuchtbedingungen so natürlich wie möglich zu gestalten.
Dazu nutzen wir über 30 km Aufzuchtbäche, in denen jedes Jahr über 45.000 Bachforellenbrütlinge ihre Kinderstube finden.
In der Regel, nach einem Jahr, werden die Bachforellensetzlinge mit einer Größe von ca. 8 -12 cm aus den Aufzuchtbächen abgefischt und in die Ursprungsgewässer der Elterntiere zurückgesetzt.
Einen kleineren Teil der Brut behalten wir in den Aufzuchtanlagen zurück. Diese werden später bestandsstützend als ein- bzw. zweijährige Bachforellen in die gleichen Hauptgewässer, wie vorher die Setzlinge aus den Bächen, eingebracht.
Wir sind stets darum bemüht, trotz des starken Frassdruckes, z.B. durch Kormoran, Mink oder Graureiher, eine möglichst stabile Altersklassenstruktur in den Bachforellenbeständen sicherzustellen.
Jedes Jahr tummeln sich neu über 20.000 natürlich aufgewachsene, gesunde, standorttreue Bachforellensetzlinge allein in der Gera, Ilm und Hörsel. Auch aus seuchenbiologischer und genetischer Sicht ist dies ein praktikabler, erfolgreicher Weg im Interesse des Fischartenschutzes.
Auf Grund unzähliger Störgrößen sowie einer unzureichenden Struktur und Durchgängigkeit unserer Fließgewässer, kann ein Überleben der Bachforelle ausschließlich nur über die natürliche Reproduktion momentan nicht sichergestellt werden.
Wer sich heute gegen Fischbesatz ausspricht, verdrängt die Realität. Trotz Fischartenschutzprogramme ist die von einem zu hohen Kormoranbestand verursachte Gefährdung unserer heimischen Fischarten so massiv, dass die Fischbestände nur durch zusätzliche Hege- und Besatzmaßnahmen gestützt werden können.
Schlusswort Ist es nicht ein erstrebenswertes Ziel, wenn auch nachfolgende Generationen in unseren Gewässern Fischarten wie die Bachforelle bewundern können?!
Selbst in der deutschen Kulturgeschichte inspirierte die heimische Fischfauna Dichter und Komponisten, so auch im Gedicht „Die Forelle“ von Christian Friedrich Daniel Schubart von 1783.
Die Forelle In einem Bächlein helle, Da schoß in froher Eil’ Die launige Forelle Vorüber wie ein Pfeil. Ich stand an dem Gestade, und sah in süßer Ruh’ des muntern Fisches Bade im klaren Bächlein zu.
Fischartenschutzprogramme der Angelfischerei können immer nur zusätzliche Initiativen zum Erhalt unserer heimischen Fischfauna sein. Verantwortung tragen alle!
Wir danken den Mitgliedern der Arbeitsgruppe Fischartenschutz des LAVT für Ihr ehrenamtliches Engagement und der Fischzucht Lehnstedt für Ihre fachlich kompetente, zuverlässige Unterstützung.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.