PODCAST #5 LAVT Funkspot zum Saisonstart • April 2021

Radiospot zum Saisonstart April 2021

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Reiten-Jagen-Fischen und Forst finden 2021 nicht statt

Messe Erfurt benennt 1. – 3. April 2022 als neuen Veranstaltungstermin

Die Messe Erfurt sagt die auf Mai verschobenen Veranstaltungen Reiten-Jagen-Fischen – Messe für Freizeit in der Natur – sowie Forst³ – Messe für Wald, Forst und Holz – in enger Abstimmung mit den Fachverbänden der beiden Messen für den 14.-16. Mai 2021 ab.

„Die aktuellen Beschlüsse der letzten Bund-Länder-Konferenz haben leider nicht zur erhofften Planungssicherheit im Hinblick auf mögliche Öffnungsschritte für Messen und Ausstellungen geführt. Es fehlt nach wie vor eine klare Öffnungsperspektive und somit die Planbarkeit unserer Reiten- Jagen- Fischen mit Forst³ im Mai 2021.“ konstatiert Michael Kynast, Geschäftsführer der Messe Erfurt GmbH.

Über die Öffnungen in der Messe- und Veranstaltungsbranche soll bei der Ministerpräsidenten-Konferenz am 22. März beraten werden. Aufgrund der aktuell steigenden Fallzahlen ist nicht mit einer Öffnung zu rechnen. Damit ist die Möglichkeit zum Re- Start von Messen und Großveranstaltungen weiterhin unklar, ebenso wie die Auflagen, die daran geknüpft sein werden. Viele Aussteller zögern auch auf Grund der fehlenden Öffnungsperspektive mit ihrer Anmeldung zur Reiten-Jagen-Fischen.

Die 22. Reiten-Jagen-Fischen und die 2. Forst³ finden im kommenden Jahr vom 1. – 3. April 2022 auf dem Erfurter Messegelände statt.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.pressebox.de/pressemitteilung/messe-erfurt-gmbh/Reiten-Jagen-Fischen-und-Forst-finden-2021-nicht-statt/boxid/1050557

PODCAST #4: Die Bachforelle in Thüringen

PODCAST #4: Die Bachforelle in Thüringen

Leider ist auch unsere in Thüringen heimische Bachforelle Salmo trutta, immer mehr in ihren Beständen gefährdet. Insbesondere mussten wir ein zunehmendes Verschwinden der lokal angepassten Bachforellenstämme festzustellen.

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Darum hat der Landesanglerverband Thüringen gemeinsam mit seinen Vereinen und Fischzuchtbetrieben bereits im Jahr 2010 ein Bachforellenschutzprogramm aufgelegt.

Von den Mitgliedern der Arbeitsgruppe Fischartenschutz des LAVT werden aus speziellen Laichfischgewässer des Thüringer Gewässerverbundes, wie zum Beispiel im Bereich Plaue/Arnstadt, aus einem Nebengewässer der Gera, die dort seit Jahrzehnten angestammten Bachforellenlaicher entnommen.

Diese werden dann in der Fischzucht Lehnstedt abgestrichen, die Eier dort erbrütet und die Bachforellenbrut mit Fachkompetenz und viel Liebe aufgezogen.

Die Bachforelle in Thüringen
© Fotos: Fotoarchiv Landesanglerverband Thüringen e.V.

Grundsätzlich versuchen wir möglichst auf Bachforellenlaicher zurückzugreifen, welche aus Gewässern stammen, wo später die Schutzmaßnahmen greifen sollen. 

Vor den Besatzmaßnahmen werden alle Aufzuchtbäche von den Mitgliedern der Arbeitsgruppe Fischartenschutz des LAVT nochmals kontrolliert und für den Besatz vorbereitet.

Wichtig! – Wir versuchen möglichst die Aufzucht der Setzlinge in Rinnen oder Silos zu vermeiden und die Aufzuchtbedingungen so natürlich wie möglich zu gestalten.

Dazu nutzen wir über 30 km Aufzuchtbäche, in denen jedes Jahr über 45.000 Bachforellenbrütlinge ihre Kinderstube finden. 

In der Regel, nach einem Jahr, werden die Bachforellensetzlinge mit einer Größe von ca. 8 -12 cm aus den Aufzuchtbächen abgefischt und in die Ursprungsgewässer der Elterntiere zurückgesetzt. 

Einen kleineren Teil der Brut behalten wir in den Aufzuchtanlagen zurück. Diese werden später bestandsstützend als ein- bzw. zweijährige Bachforellen in die gleichen Hauptgewässer, wie vorher die Setzlinge aus den Bächen, eingebracht.

Die Bachforelle in Thüringen
© Fotos: Fotoarchiv Landesanglerverband Thüringen e.V.

Wir sind stets darum bemüht, trotz des starken Frassdruckes, z.B. durch Kormoran, Mink oder Graureiher, eine möglichst stabile Altersklassenstruktur in den Bachforellenbeständen sicherzustellen.

Jedes Jahr tummeln sich neu über 20.000 natürlich aufgewachsene, gesunde, standorttreue Bachforellensetzlinge allein in der Gera, Ilm und Hörsel. Auch aus seuchenbiologischer und genetischer Sicht ist dies ein praktikabler, erfolgreicher Weg im Interesse des Fischartenschutzes.

Auf Grund unzähliger Störgrößen sowie einer unzureichenden Struktur und Durchgängigkeit unserer Fließgewässer, kann ein Überleben der Bachforelle ausschließlich nur über die natürliche Reproduktion momentan nicht sichergestellt werden.

Wer sich heute gegen Fischbesatz ausspricht, verdrängt die Realität. Trotz Fischartenschutzprogramme ist die von einem zu hohen Kormoranbestand verursachte Gefährdung unserer heimischen Fischarten so massiv, dass die Fischbestände nur durch zusätzliche Hege- und Besatzmaßnahmen gestützt werden können.

Schlusswort
Ist es nicht ein erstrebenswertes Ziel, wenn auch nachfolgende Generationen in unseren Gewässern Fischarten wie die Bachforelle bewundern können?!

Selbst in der deutschen Kulturgeschichte inspirierte die heimische Fischfauna Dichter und Komponisten, so auch im Gedicht „Die Forelle“ von Christian Friedrich Daniel Schubart von 1783.

Die Forelle
In einem Bächlein helle,
Da schoß in froher Eil’
Die launige Forelle
Vorüber wie ein Pfeil.
Ich stand an dem Gestade,
und sah in süßer Ruh’
des muntern Fisches Bade
im klaren Bächlein zu.

Fischartenschutzprogramme der Angelfischerei können immer nur zusätzliche Initiativen zum Erhalt unserer heimischen Fischfauna sein. Verantwortung tragen alle! 

Wir danken den Mitgliedern der Arbeitsgruppe Fischartenschutz des LAVT für Ihr ehrenamtliches Engagement und der Fischzucht Lehnstedt für Ihre fachlich kompetente, zuverlässige Unterstützung.

Landesanglerverband Thüringen e.V.

PODCAST #3 Die aktuelle Bestandssituation der Äsche in Thüringen

PODCAST #3 Die aktuelle Bestandssituation der Äsche in Thüringen

Die Äsche (Thymallus thymallus) war noch in den 90-iger Jahren eine in Thüringen weit verbreitete Fischart. Ab 2001 kam es zu einer explosiven Entwicklung und Expansion der Kormorane auch in Thüringen, welche einen täglichen Nahrungsbedarf von über 500 g Fisch je Vogel haben.

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Die Schätzungen Ende der 70-iger Jahre, die zur Unterschutzstellung des Kormorans führten, gingen von ca. 30.000 Kormoranen in Europa aus.

Heute hat sich der Bestand auf über 3 Millionen Vögel entwickelt und dies in Kulturlandschaften, wo der Kormoran kaum natürliche Feinde hat. Der dramatische Rückgang der Äschenbestände in Thüringen steht nachweislich im Zusammenhang mit dem Kormoranphänomen.

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Aktuell ist die Äsche in der Mehrzahl der Thüringer Fließgewässer bereits verschwunden und in den restlichen Gewässern steht eine, unserer farblich attraktivsten und interessantesten Fischarten, kurz vor der Vernichtung durch den Kormoran. Darum legen der LAVT und seine Mitglieder besonderes Augenmerk auf die Förderung gefährdeter heimischer Fischarten.

Allein den Hege- und Besatzmaßnahmen durch die Angelfischerei ist es zu verdanken, dass es aktuell noch Restbestände der Äsche gibt. Diese kleinen Erfolge sind zeitlich befristet, wenn es nicht grundsätzlich und bald zu einem Umdenken im Artenschutz kommt. 

Auch das Äschenschutzprogramm des LAVT wird vor allem durch das ehrenamtliche Engagement und mit dem privaten Geld der Anglerinnen und Angler sowie in Partnerschaft mit der Thüringer Berufsfischerei realisiert.

Seit 2006 werden jedes Jahr in ausgewählten Gewässerstrecken Laichäschen gefangen, abgestrichen, künstlich befruchtet und erbrütet, die Brut in Teichen aufgezogen und später tausende Äschensetzlinge in die Fließgewässer, wie Gera und Ilm mit einer Größe zwischen 8 bis 12 cm zurückgesetzt. 

Allein durch die Initiativen der organisierten Angelfischerei ist es gelungen, dass es trotz starker Gefährdung, insbesondere durch die zu hohen Kormoranbestände, immer noch Äschen in einigen, wenigen Thüringer Flüssen gibt. 

Wir danken den Mitgliedern der Arbeitsgruppe Fischartenschutz des LAVT für Ihr ehrenamtliches Engagement und der Fischzucht Lehnstedt für Ihre fachlich kompetente, zuverlässige Unterstützung. 

Landesanglerverband Thüringen e.V.

PODCAST #2 Situation unserer heimischen Fischarten in Thüringen – Radiokampagne des LAVT

PODCAST #2 Situation unserer heimischen Fischarten in Thüringen – Radiokampagne des LAVT

Hallo liebe Anglerinnen und Angler, 
Sehr geehrte Freunde der Angelfischerei,

wir wurden in den vergangenen Tagen mehrfach darum gebeten, die Radiokampagne des LAVT, welche möglichst viele Menschen in Thüringen über die dramatische Situation unserer heimischen Fischarten und die Fehler im Artenschutz informieren soll, auch auf unserer Homepage/ Facebook – Seite zu stellen.

Dies haben wir nachfolgend gern getan und sind über die sehr positiven Reaktionen der breiten Öffentlichkeit angenehm überrascht. So erreichen uns tägliche unzählige Anrufe und E-Mails, auch von vielen Bürgerinnen und Bürgern, welche sich ansonsten nicht mit der Angelfischerei beschäftigen.

Viele zeigten sich sehr erschüttert und ihnen war nicht bekannt, wie akut die Situation für unsere heimische Fischfauna in Thüringen ist.

Nicht wenige boten uns ihre Unterstützung an und alle die uns kontaktierten, wünschten der Thüringer Angelfischerei viel Erfolg im Fischartenschutz und dankten dem Verband und seinen Vereinen für ihre Initiativen. Selbst aus Bundesländern, wie Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein- Westfalen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen erreichten uns viele positive Nachrichten.

Wir würden uns freuen, wenn unsere wiederholte Bitte um Unterstützung im Fischartenschutz und unsere Forderung nach einer anderen Artenschutzpolitik, in der Vogel- und Fischartenschutz auf gleicher Augenhöhe diskutiert werden, dieses Mal mehr Gehör in der Thüringer Landespolitik findet. Gern erneuern wir hiermit unser Angebot für eine konstruktive, faire, fachlich fundierte Zusammenarbeit mit den politischen Entscheidungsträgern und verantwortlichen Fachbehörden in Thüringen.

Hallo liebe Anglerinnen und Angler, 
Sehr geehrte Freunde der Angelfischerei,

wir würden uns freuen, wenn uns möglichst viele Interessierte bei unseren Fischartenschutzprogrammen unterstützen oder in unserer Arbeitsgruppe Fischartenschutz mitarbeiten. 

Gern bieten wir auch Anglervereinen praktische Unterstützung bzw. fachliche Beratung an, z.B. wie Sie kleine Nebengewässer effektiv zur Erzeugung eigener Setzlinge nutzen können. 

Petri Heil, 
Dietrich Roese, Präsident
André Pleikies, Geschäftsführer

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PODCAST #1: Die Bestandssituation des europäischen Aales • Schutzprogramm des LAVT e.V.

PODCAST #1: Die Bestandssituation des europäischen Aales • Schutzprogramm des LAVT e.V.

Der Bestand des europäischen Aales ist europaweit besorgniserregend. Alle Stadien (Glasaal, Gelbaal, Blankaal) gehen momentan stark zurück. Auch die Einwanderung von Glasaalen nimmt stetig ab. Der International Rat für Meeresforschung (ICES) stellte 2017 fest, dass nur noch 1,6 % der Glasaale die Küsten der Nordsee erreichen. Vor 20 Jahren war es noch die fünffache Menge.

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Im Ergebnis betragen die Bestände der jungen Gelbaale in den europäischen Gewässern nur noch ein Fünftel der Bestandsgröße der 70-iger Jahre.

Deshalb gilt der europäische Aal auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN als „vom Aussterben bedroht“. Sicherlich spielen die Verbauung der Fließgewässer, welche die Wanderung der Aale behindern und die Zerstörung der Lebensräume eine zentrale Rolle. Viele Aale sterben auch in den Turbinen von Wasserkraftanlagen und die intensive Befischung in einigen Ländern hat ebenfalls Auswirkungen.

Doch viel zu wenig steht heute eine nach wie vor verfehlte Artenschutzpolitik in der Kritik. Die Unterschutzstellung des Kormorans (Phalacrocorax carbo sinensis) im Jahr 1979 und die bis heute fehlende Regulierung eines mittlerweile deutlich zu hohen Kormoranbestandes hat maßgeblich zur Gefährdung unserer heimischen Fischfauna, insbesondere des europäischen Aales, beigetragen. 

Aalschutzprogramm
© Fotos: MR – Filmproduktion
Bestandssituation des europäischen Aales

Oft wird versucht die Angelfischerei als eine der Ursachen für den Rückgang des Aales zu benennen. Um es deutlich zu sagen, es sind nicht die Anglerinnen und Angler, welche für die Gefährdung des Aales verantwortlich sind. Im Gegenteil, es ist aktuell vor allem die organisierte Angelfischerei, welche durch praktische Schutz- und Hegemaßnahmen dazu beiträgt, dass die Situation des europäischen Aales nicht noch dramatischer ist. Oft werden diese Schutzmaßnahmen zu 100% von den Anglerinnen und Anglern selbst finanziert.

So stützt der Landesanglerverband Thüringen im Rahmen seines Aalschutzprogrammes durch regelmäßige Besatzmaßnahmen in die Gewässer der Saalekaskade und des Thüringer Gewässerverbundes den stark gefährdeten europäischen Aal (Anguilla anguilla), welcher noch zu oft seine Aufwachsgebiete von alleine nicht erreichen kann. 

Auch wurde in diesen Gewässern die Entnahmemenge schon seit vielen Jahren auf 3 Stück, nunmehr auf 2 Stück je Angeltag begrenzt, eine Schonzeit vom 01.11. bis 28.02. sowie ein Mindestmaß von 50 cm festgelegt. Die Angelfischerei leistet täglich ihren Beitrag für den Fischartenschutz.

Ein wichtiger Schritt zum Schutz, nicht nur des Aales, wäre ein europäisches Kormoranmanagement zur Regulierung eines ökologisch unvertretbar hohen Kormoranbestandes. 

Wir rufen alle auf die Angelfischerei und das Überleben des Aales zu unterstützen.

Landesanglerverband Thüringen e.V.