LAVT auf dem Teichfest des Angelverein Heldrungen e.V.

LAVT auf dem Teichfest des Angelverein Heldrungen e.V.

Schon fast traditionell präsentierte sich der Landesanglerverband Thüringen e.V. auf dem diesjährigen Teichfest des Angelvereins Heldrungen e.V. am 23.07.2022. Trotz anfänglichen Regens folgten viele Besucher und Besucherinnen der Einladung des Angelvereins Heldrungen e.V. und konnten sich u. a. an Schaustellern, Quad-Touren, Ponyreiten und den Fabelwesen vom Kyffhäuser erfreuen.

Das Kinderangelbecken des LAVT  lockte viele Besucher an. Die Kinder konnten dabei ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen und die Angel auswerfen. Der Erfolg wurde natürlich mit einem kleinen Preis belohnt.

Wieder einmal war der Drillsimulator bei Groß und Klein äußerst beliebt. Bei über 30 Grad war der virtuelle Drill des Traumfisches eine schweißtreibende Aufgabe. Sogar die Fabelwesen vom Kyffhäuser stellten sich dieser Herausforderung.

An einem kleinen Infostand konnten sich die Besucher und Besucherinnen zusätzlich über die Möglichkeiten des  Angelns in Thüringen informieren.

Wir möchten uns bei dem Angelverein Heldrungen e.V. für die Einladung, die gute Zusammenarbeit und die äußerst gelungene Veranstaltung bedanken.

Es war uns eine Freude, am Teichfest mitwirken zu dürfen.

Wir  wünschen unseren Mitgliedern, sämtlichen Anglerinnen und Anglern weiterhin eine erfolgreiche Angelsaison, viele tolle Aktivitäten in den Vereinen und eine schöne Zeit am Wasser.

Petri Heil 

Ihr Landesanglerverband Thüringen e.V.

„Reiten – Jagen – Fischen“ 2019 in den Erfurter Messehallen. Der Landesanglerverband Thüringen e.V. präsentieret sich in Halle 1

„Reiten – Jagen – Fischen“ 2019 in den Erfurter Messehallen. Der Landesanglerverband Thüringen e.V. präsentieret sich in Halle 1

Reiten - Jagen - Fischen 2019

Fliegenfischen mit langer Tradition – Erste Thüringer Meisterschaften im Zielwerfen mit der Fliegenrute. Die einmalig schönen Thüringer Gewässerlandschaften bieten heute Anglern und Natur Interessierten abwechslungsreiche Erholungsmöglichkeiten. Besonders eine Vielzahl unserer Fließgewässer, auch rund um die Landeshauptstadt Erfurt, haben sich in den vergangenen Jahren zu erstklassigen Fischgründen entwickelt. In den Thüringer Flüssen tummeln sich heute, aufgrund einer Vielzahl von Fischartenschutzprogrammen, wieder Bachforellen und Äschen sowie eine Vielzahl anderer Fischarten.

Besonders die Fliegenfischerei hat in Thüringen eine lange Tradition. Ob im Gebirgsbach auf Forellen, im Niederungsbach auf Äschen oder im Fluss auf Hecht und Barsch, Thüringen bietet vielfältige Angelmöglichkeiten und einzigartige Naturerlebnisse.

Bereits Johann Wolfgang von Goethe stellte im Stadtpark von Weimar den Salmoniden nach und der weltbekannte Fliegenfischer John Horrocks revolutionierte die Angelfischerei von Weimar aus mit neuartigen Fangmethoden.

Das Werfen mit der Fliegenrute, das heißt, eine wenige Gramm leichte künstliche Fliege zielgenau über eine längere Distanz zu platzieren, bedarf viel Übung und Geschick.

Am Sonntag, den 31. März, ab 10.00 Uhr, werden die besten Fliegenfischer Thüringens gesucht. Jeder kann bei den 1. offenen Thüringer Meisterschaften im Zielwerfen mit der Fliegenrute teilnehmen. Der Landesanglerverband Thüringen e.V. (LAVT) als Ausrichter lädt alle Interessierten herzlich dazu ein. Geworfen wird in ein 18 m langes Wasserbecken auf vier Zielringe, welche in unterschiedlicher Entfernung platziert sind. Den Erfolgreichsten winken attraktive Preise und dem Sieger der Meistertitel.

Doch es gibt eine Vielzahl weiterer Highlights, welchen den Messebesucherinnen und -besuchern, auf dem Stand des LAVT geboten werden.

So findet bereits am Samstag, den 30.03., ab 10.00 Uhr der Thüringer Messepokal der Leistungsklasse im Turnierangelsport mit Weltmeistern aus mehreren europäischen Ländern statt. Es handelt sich hierbei um die weltweit größte Castingveranstaltung in einer Halle.Die Wurftechniken und die Zielgenauigkeit sind beeindruckend und es lohnt sich in jedem Fall dies einmal gesehen bzw. persönlich miterlebt zu haben.

Am Sonntag, ab 10.00 Uhr laden wir Mädchen und Jungen zum Thüringer Messepokal im Turnierangelsport für Kinder- und Jugendliche (Amateure) ein. Auch hier warten auf die Erfolgreichsten Pokale und attraktive Preise.

Messe Reiten- Jagen- Fischen wird „volljährig“

Messe Reiten- Jagen- Fischen wird „volljährig“

Ihren 18. Geburtstag feierte die Messe in diesem Jahr am18. März. Traditionell um 11.00 Uhr begann das Eröffnungszermoniell in der großen Arena der Reiterhalle.

Unterstützt wurden die Thüringer Jagdhornbläser beim „Anblasen“ in diesem Jahr von einigen Kollegen aus Tschechien, welches Gastland der diesjährigen Messe war. Auf der Zuschauertribüne hatten neben ersten Messegästen auch zahlreiche Vertreter der Thüringer Landespolitik, der Landesregierung sowie der Stellvertretende Minister des Tschechischen Landwirtschaftsministeriums und der Verbände Platz genommen. Sie wünschten in ihren Ansprachen den Veranstaltern, Ausstellern und Gästen drei erlebnisreiche und erfolgreiche Tage. Wie bereits im Vorjahr waren die Angler, Fischer und Gerätehändler in Halle 1 ganz unter sich. Damit gab es genügend Platz für die zahlreichen Präsentationen und Events und natürlich auch für unseren interessant gestalteten Messestand.

Besonderer Blickfang war wieder unsere große Videoleinwand an der Stirnseite unseres Standes. Mit mehreren Image- Videos und eindrucksvollen Dia- Shows konnten sich die Besucher ein eindrucksvolles Bild von unserem Verband und seinem Wirken in Thüringen verschaffen. Vieles davon findet sich auch auf unserer Internetseite www.lavt.de wieder, deren Besuch immer ein lohnendes Erlebnis ist.

Am ersten Tag noch verhalten, jedoch am Samstag und Sonntag in dichtem Gedränge, überfluteten interessierte Besucher unseren Stand, denn es gab eine Menge Interessantes und Wissenswertes über alle Themen rund ums Angeln, die Arbeit des Landesverbandes und natürlich Spaß und Action für Groß und Klein.

Messe Reiten- Jagen- Fischen wird „volljährig“
Messe Reiten- Jagen- Fischen wird „volljährig“

Schon bald hatte unser erfahrenes Messeteam alle Hände voll zu tun sowie Rede und Antwort zu stehen, um alle Fragen der wissbegierigen Besucherscharen zu beantworten oder abenteuerlustige Kinder zu unterhalten.

Zahlreiche neu und übersichtlich gestaltete Schautafeln gaben anschauliche Einblicke in die vielfältigen Aufgabengebiete eines Landesanglerverbandes und seiner Vereine vor Ort. Natur-, Gewässer-, Arten- und Tierschutz nehmen heute oft einen breiteren Raum als das eigentliche Angeln ein. So stehen die Hege der Fischbestände, der Erhalt und die Pflege der Gewässerlebensräume im Mittelpunkt des Handelns unserer ca. 230 Vereine in allen Regionen Thüringens. Selbstverständlich kommt deshalb das Angeln keineswegs zu kurz. Wie man in Thüringen eine legale Anglerkarriere einschlagen kann, wie sich der Verband und die Vereine um Ihren Anglernachwuchs bemühen, veranschaulichte unsere Thüringer Fischerschule im LAVT (http://www.thueringer-fischerschule.de/) sowie das umfangreiche Programm von Bildungs-, Casting- und Angelveranstaltungen für Einsteiger und Fortgeschrittene oder Jung und Alt.

Auch diesmal faszinierten wieder jede Menge Aktionen zum Anfassen, Anschauen und Mitmachen sowie Tipps und Tricks der Experten auf unserem Stand.

Begeistert und vor allem sehr interessiert zeigte sich unsere Ministerin Birgit Keller bei ihrem Messerundgang am Samstag. Einen spannenden Drill mit einer großen Forelle an unserem Drillsimulator hatte sie bereits im Vorjahr erfolgreich absolviert, so dass sie diesmal auf ihrem Rundgang über unseren Stand mehr Zeit und viel Aufmerksamkeit anderen Themen unserer Verbandsarbeit sowie den Sorgen und Problemen der Angler und Fischer widmen konnte.

Auch bei seinem inzwischen sechsten erfolgreichen Messeauftritt als Publikumsmagnet der Extraklasse war unser Drillsimulator wieder eine echte Herausforderung für Groß und Klein. Nach langem „Schlange- Stehen“ sowie nerven- und kraftraubenden Drills verließen nicht selten schweißüberströmte und völlig erschöpfte aber glückliche „Anglerinnen und Angler“ dieses „Folterinstrument“. Doch im Unterschied zum wahren Angeln sind hier nicht die Fische sondern ausschließlich die Angler die Gestressten. Ebenfalls zum 6. Mal war das „Schulboot Flipper II“ mit von der Partie auf unserem Stand und begeisterte die Kids mit rasanten Fahrsimulationen auf virtuellen Gewässern.

Messe Reiten- Jagen- Fischen wird „volljährig“
Messe Reiten- Jagen- Fischen wird „volljährig“
Messe Reiten- Jagen- Fischen wird „volljährig“

Höchste Konzentration erforderte bei den kleinsten Angelkids der Fang von Magnetfischen im „Blauen Pool“. Für Begeisterung vor allem bei den kleinen Mädchen sorgte die 4. Meerjungfrau, Diana König, aus den Fjorden der Saale- Kaskade, welche natürlich auch so manche bewundernde Blicke gestandener „Angler-Mannsbilder“ auf sich zog. Malen, basteln oder Fische im Aquarium bestaunen ließ keine Langeweile bei den Kleinsten oder ihren Eltern aufkommen. Weit geöffnet hatten unsere Experten im Fried- und Raubfischangeln oder die Fliegenfischer und – binder ihre Trickkisten für alle interessierten Besucher. Bleibende Erinnerungen an besondere Fänge veranschaulichten die tollen Präparate der Bewohner aus Neptuns Reich am Stand von Thomas Mundt. Außerordentlich erfolgreich waren die Castingsportler unseres Verbandes bei den Platzierungen im Turnier um den Messepokal.

Eindrucksvoll und informativ präsentierten sich die Thüringer Berufsfischer in direkter Nachbarschaft als unsere Partner. Am Sonntagnachmittag hatte ihre „Nixe“, ein attraktives Body-Painting-Model alle Angler und Fischer „am Haken“. Mit ihrer Initiative „Thüringer Fische für Thüringer Gewässer“ warben sie für die Produktion von einheimischen Satzfischen für die Thüringer Angelgewässer.

Und so gab es wieder viel Stoff für Informationsgespräche und den Erfahrungsaustausch mit alten und neuen Bekannten und den zahlreichen Partnern unseres Verbandes. Neue Kontakte wurden geknüpft und bestehende erweitert. Lobbyarbeit steht nun mal im Mittelpunkt der Arbeit unseres Verbandes und dazu bietet die Messe eine hervorragende Plattform.

Diese „Achtzehnte“ war wohl eine der gelungensten Präsentationen in einer perfekten Mischung aus Neuem und Traditionellem auf unserem Messestand. Vor allem aber war sie der überzeugende Beweis für das erfolgreiche Zusammenwachsen von ehemals zwei Verbänden in unserem Landesanglerverband und dessen positive Entwicklung zum Wohle unserer Mitglieder und der gesamten Angelfischerei in Thüringen. Dazu hat das konsequente Handeln der Mitglieder in den vergangenen drei Jahren unseres vereinigten Verbandes entscheidend beigetragen. Wie immer gilt unsere ganz besondere Anerkennung und herzlicher Dank für die unermüdliche Arbeit unserem eingespielten Messeteam und den Mitarbeitern der Geschäftsstellen in der Vorbereitung und Durchführung dieses großen Frühjahrsevents des Verbandes. Sie haben wie in den Jahren zuvor alles getan, unseren Besuchern einen angenehmen und erlebnisreichen Aufenthalt auf unserem Stand zu bieten.

In der abschließenden Pressemitteilung der Messeleitung vom 20.03.2016 heißt es:
Erneut Besucherrekord: Reiten – Jagen – Fischen begeistert 28.500 Besucher Fischen 


Die besten Hirschrufer kommen aus Tschechien

Die Erfurter Messe „Reiten-Jagen-Fischen“ bleibt in der Erfolgsspur. Zur 18. Ausgabe der beliebten Naturmesse kamen rund 28.500 Gäste (2015: 27.700) aus ganz Mitteldeutschland auf das Erfurter Messegelände. Seit 2012 stieg die Besucherzahl damit um knapp 20 Prozent. Die meisten Besucher kamen aus Thüringen, dahinter folgen Sachsen-Anhalt, Sachsen, Niedersachsen und Hessen. „Natur kommt an“, sagt Erfurts Messechef Wieland Kniffka. „Die gut abgestimmte Kombination aus Freizeit-, Sport- und Fachangeboten zieht immer mehr Besucher an, darunter viele Familien“. Der Messegeschäftsführer wies darauf hin, dass sich die Messe zunehmend auch zu einem Anziehungspunkt für Fachleute entwickeln würde. 2016 lag der Fachbesucheranteil bei rund 50 Prozent. 

Publikumswirksames Highlight war auch 2016 wieder die „Offene Thüringer Meisterschaft der Hirschrufer“ am Messesonntag. Die deutschen Teilnehmer aus Thüringen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen mussten sich in diesem Jahr den Gästen vom böhmisch-mährischen Jagdverband geschlagen geben, die die drei ersten Plätze unter sich ausmachten. Das vielfältige Publikumsangebot wurde durch 12 Fachveranstaltungen mit über 1.200 erwarteten Gästen im Congress Center der Messe ergänzt. Hier fanden u.a. die Verbandstagung Maschinenring, das traditionelle Tierärzte-Meeting, das Pferdeforum Zucht + Sport, das Jagdforum sowie die theoretische Prüfung des Jungzüchterwettbewerbes statt. In den ausgebuchten Erfurter Messehallen hatten vom 18. bis 20. März 218 Aussteller aus 9 Ländern (Österreich, Niederlande, Südafrika, Ungarn, Bulgarien, Tschechische Republik, Rumänien, Italien und Deutschland) auf rund 46.000 qm Bruttofläche das komplette Sortiment an Produkten und Dienstleistungen für die Hobbywelten Reiten, Jagen und Fischen gezeigt.

Bis dahin wünschen wir allen eine schönes und erfolgreiches Angeljahr 2016 an unseren Thüringer Gewässern und ein Wiedersehen auf der 19. Reiten-Jagen-Fischen 2017.

Umfrage: Sind Hobbyangler Tierquäler? Pressemitteilung des Berliner Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei.

Umfrage: Sind Hobbyangler Tierquäler? Pressemitteilung des Berliner Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei.

Die meisten Deutschen glauben, dass Fische Schmerzen empfinden können. Dennoch akzeptiert ein Großteil der Bevölkerung das Angeln aus moralischer Sicht, insbesondere wenn es zur Nahrungsbeschaffung oder zur Gewässerhege erfolgt.

Umfrage: Sind Hobbyangler Tierquäler?

Auch das vom Angler selbstentschiedene Zurücksetzen von großen, entnahmefähigen Fischen nach dem Fang aus ökologischen Gründen hält das Gros der Bevölkerung für unproblematisch. Das und vieles mehr ergab eine repräsentative Umfrage zur Einstellung der Bevölkerung in Deutschland zum Tierschutz in der Angelfischerei, die vom Berliner Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) gemeinsam mit der Humboldt-Universität vorgelegt wurde.

Rund 7 % der Deutschen angeln regelmäßig in ihrer Freizeit. Zugleich ist die Angelfischerei durch das Tierschutzgesetz streng reglementiert. Vor allem das Angeln ohne sogenannten vernünftigen Grund ist tierschutzrechtlich verboten, wenn dadurch Fischen Schmerzen, Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch der Teufel steckt im Detail. So gibt verschiedenste Ansichten über die guten Gründe, die das Hobbyangeln legitimieren. Zudem ist sich die Wissenschaft bezüglich der Schmerz- und Leidensfähigkeit von Fischen uneinig. Dr. Carsten Riepe (IGB) und Prof. Dr. Robert Arlinghaus (IGB und Humboldt-Universität zu Berlin) bilden mit Hilfe ihrer nun publizierten repräsentativen Umfrage erstmals die Stimme der Bevölkerung in Deutschland zum Thema Angeln und Tierschutz ab. Die wichtigsten Ergebnisse können auf Basis von über 1000 zufällig in ganz Deutschland ausgewählten Befragten folgendermaßen zusammengefasst werden:

1. Angeln ist positiver besetzt als die Freizeitjagd

Nur ein Fünftel der Deutschen lehnt das Angeln aus moralischen Gründen ab. Für die Mehrzahl der Befragten (61 %) ist das Angeln als Freizeitbeschäftigung positiv oder neutral besetzt.  Ein Angelverbot würde mehrheitlich nicht unterstützt werden. Im Vergleich dazu wird die Jagd deutlich negativer bewertet.

2. Fische können Schmerzen empfinden, aber wohl begründetes Angeln wird akzeptiert

Die meisten Befragten glauben, dass eine Forelle Schmerz empfinden kann. Auch sind über 40 % der Deutschen der Meinung, dass das Angeln für Fische schmerzhaft ist. Dennoch findet die große Mehrheit der Bevölkerung die Hobbyfischerei akzeptabel, insbesondere wenn sie zur Nahrungsbeschaffung (62 % Zustimmung) oder als ökologische Hegemaßnahme (69 % Zustimmung) erfolgt. Die ethische Bewertung des Angelns orientiert sich dabei vor allem an der Intention des Fischenden und weniger daran, was dem Fisch an der Angel passiert. 88 % der Befragten finden es moralisch völlig akzeptabel, Fisch zu essen.

3. Es besteht kein besonders dringender Bedarf zur Verbesserung des Tierschutzes beim Hobbyangeln

Tierschutz ist ein wichtiges Thema in der Gesellschaft. Doch wird von der Mehrheit der Bevölkerung (74 %) kein dringender Bedarf gesehen, den Tierschutz in der Freizeitfischerei zu verbessern. Eine Verbesserung des Tierschutzes wird in anderen Bereichen der Mensch-Tier-Interaktion, wie z.B. in der Versuchstierhaltung oder in der Landwirtschaft, als viel wichtiger empfunden.

4. Gegenwärtig bereits verbotene Praktiken wie Wettangeln und der Einsatz lebender Köderfische sind nicht akzeptiert, Put-and-Take-Angeln und die Verwendung von Setzkeschern sind hingegen okay.

Die hierzulande verbotenen Formen des Wettangelns ohne Verwertungsabsicht und die Verwendung lebender Köderfische werden von der Mehrheit der Befragten rigoros abgelehnt. Gleiches gilt für das ebenfalls unerlaubte, nicht waidgerechte Töten von Fischen durch Ersticken lassen. Beim Put-and-Take-Angeln besetzen die Betreiber kommerzieller Angelteiche schlachtreife Fische, welche Kunden für ein Entgelt wieder herausangeln können. Auch diese Praktik ist in Deutschland aus Tierschutzsicht kritisch diskutiert. Tatsächlich aber hat die Mehrheit der Befragten kein Problem damit (51 % finden es völlig akzeptabel, 29 % stehen der Praktik neutral gegenüber, 20 % lehnen dies ab). Ganz ähnlich verhält es sich mit der Verwendung von Setzkeschern. Diese werden eingesetzt, um gefangene Fische lebend im Gewässer zu halten, bis sie weiter verwertet werden. Ihr Einsatz wird von der Mehrheit der Bevölkerung als unproblematisch angesehen.

5. Ökologische Gründe rechtfertigen Catch-and-Release entnahmefähiger Fische

Als Catch-and-Release-Angeln (Fangen und Zurücksetzen) bezeichnet man eine Angelpraxis, bei der Fische, die groß genug und legal entnahmefähig sind, nach dem Fang wieder in das Gewässer zurückgesetzt werden. Da in Deutschland das Angeln vor allem mit dem vernünftigen Grund der Verzehrabsicht toleriert wird, gibt es in einigen Bundesländern die Regelung, dass prinzipiell entnahmefähige Fische nach dem Fang entnommen werden müssen. Mit anderen Worten: Es herrscht ein Entnahmegebot und ein Zurücksetzverbot. Die Mehrzahl der Bürger steht einem selektiven Zurücksetzen aus ökologischen Gründen nach Selbstermessen des Anglers jedoch positiv gegenüber – zum Beispiel, um kleinen Fischen  das Heranwachsen in den Bestand zu ermöglichen (78 % Zustimmung) oder um große Laichfische für den Bestand zu erhalten (65 % Zustimmung). Gesellschaftlich weniger akzeptiert ist es, wenn das Zurücksetzen zur Selbstprofilierung genutzt wird, beispielsweise um  anderen Anglern den Wiederfang zu ermöglichen. 56 % der Befragten finden dies verwerflich. Doch auch ein totales Zurücksetzen aller Fische wird nur von 40 % der Bevölkerung abgelehnt. Die Gesellschaft hat damit eine moderatere Einstellung zum  Catch-and-Release als viele Veterinär- und Fischereibehörden oder zahlreiche Tierschutz- und Angelfischereiverbände.

Insgesamt zeigt die Studie, dass Gesetzgeber, Behörden und Angelverbände das Tierschutzgesetz in vielen Fällen gemäß der allgemeinen Bevölkerungsmeinung zum Angeln in Deutschland auslegen. Doch gibt es auch überdenkenswerte Bestimmungen. Insbesondere die gegenwärtig weitverbreitete Entnahmepflicht ist für den Bestandsschutz aus ökologischen Gründen kontraproduktiv. Eine liberalere Regelung, die selektives Zurücksetzen von ökologisch bedeutsamen großen Fischen ermöglicht, würde aus Sicht der Bevölkerung grünes Licht erhalten und auch den Beständen zu Gute kommen.

Die Ergebnisse dieser repräsentativen Bevölkerungsbefragung sind in der Reihe „Berichte des IGB“ unter dem Titel „Einstellungen der Bevölkerung in Deutschland zum Tierschutz in der Angelfischerei” erschienen. Der Bericht steht unter www.besatz-fisch.de zum Download bereit. Insgesamt wurden 1043 zufällig ausgewählte Personen ab 14 Jahren befragt. Die Antwortquote aller ausgewählten Personen betrug über 72 %. Die Datensammlung und -auswertung wurde durch die am IGB angesiedelten Projekte Adaptfish (gefördert im Rahmen des Pakts für Innovation und Forschung durch die Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gemeinschaft) sowie Besatzfisch (gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung) ermöglicht.

Eva-Maria Cyrus, Carsten Riepe & Robert Arlinghaus
QUELLE: Riepe, C. & Arlinghaus, R. (2014). Einstellungen der Bevölkerung in Deutschland zum Tierschutz in der Angelfischerei. Berichte des IGB, Heft 27/2014.

Erfolgreiche Präsenz des LAVT beim Nordbadfest in Erfurt

Erfolgreiche Präsenz des LAVT beim Nordbadfest in Erfurt

Der Landesanglerverband Thüringen e.V. (LAVT) pflegt seit vielen Jahren als Fischereipächter eine konstruktive, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Stadtwerke Erfurt Bäder GmbH und ist seit 2013 auch Mieter im Service- und Verwaltungsgebäude der SWE Erfurt.

Natürlich haben wir die Einladung des Geschäftsführers der SWE Bäder GmbH, Herrn Mirko Utecht, zur Teilnahme am Nordbadfest 2013 gern angenommen.

Erfolgreiche Präsenz des LAVT beim Nordbadfest in Erfurt
Erfolgreiche Präsenz des LAVT beim Nordbadfest in Erfurt

Am 9. August 2013 präsentierte sich der LAVT mit einer Vielzahl anderer Erfurter Vereine zum Stadtbadfest mit einem vielseitigen Angebot. Neben umfangreichen Informationen über unsere heimische Fischfauna, das Wirken des LAVT im Gewässer- und Fischartenschutz, in der Jugendarbeit und als anerkannter Naturschutzverband konnten sich Jung und Alt auch sportlich beim Zielwerfen auf die Ahrenbergscheibe, am Drillsimulator oder beim Magnetfischangeln betätigen. Bei einem kleinen Wissenstest überprüften die Badegäste Ihre Kenntnisse z. B. über unsere heimische Fischfauna. Unsere Malstraße wurde von den Jüngsten sofort in Anspruch genommen und hier durften sie nach Herzenslust malen. Spielend lernten die Mädchen und Jungen auch gleich die in der am Nordbad vorbei fließenden Gera vorkommenden Fischarten kennen.

Ein kleiner Wermutstropfen. – Noch einen Tag vorher lachte in Erfurt die Sonne und über 2.000 Badegäste tummelten sich im Nordbad. Doch zum Nordbadfest sah es nach Regen aus, was leider viele Wasserraten von einem Besuch abhielt. Trotz allem war unser Stand gut besucht. Über eine Lautsprecheranlage informierte der Geschäftsführer des LAVT die Gäste in lockerer Form über Wissenswertes zur Angelfischerei und zur Fischfauna in den Erfurter Gewässern.

Erfolgreiche Präsenz des LAVT beim Nordbadfest in Erfurt
Erfolgreiche Präsenz des LAVT beim Nordbadfest in Erfurt

Besonders hat uns auch der Besuch von Herrn Utecht, Frau Knabe-Lange und Herrn Märker von der Erfurter Bäder GmbH gefreut, welchen unsere Präsentation sichtlich gefiel.

Das Nordbad, Thüringens größtes Freibad, liegt, wie es der Name verrät, im Norden der Landeshauptstadt inmitten der weitläufigen Grünanlagen des Nordparks. Nach der kompletten Neugestaltung steht es seit dem 24. Juni 2010 wieder für den öffentlichen Badebetrieb zur Verfügung und ist ein echter Besuchermagnet für Familien und Kinder. Besonders auffällig, dass neue Nordbad ist behindertengerecht und sehr kinderfreundlich gestaltet. Im Jahr 2012 erhielt das Nordbad von der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen e.V. als eines von 8 Bädern in Deutschland den Oscar der Schwimmbäder, den Public Value Award.

Auch wir waren begeistert und haben uns im Nordbad sehr wohl gefühlt. An dieser Stelle möchten wir uns nochmals bei der Geschäftsleitung der SWE Erfurt Bäder GmbH, dem Gruppenleiter Bäder Nord, Herrn Bienert, und dem ganzen Team des Nordbades für die angenehme Zusammenarbeit und die gute Verpflegung bedanken. Ein herzliches Dankeschön auch an die vielen fleißigen, ehrenamtlichen Helfern aus unseren Vereinen, ohne die eine solch tolle Präsentation des LAVT nicht möglich wäre.

Wir kommen nächstes Jahr gern wieder!

André Pleikies
Hauptgeschäftsführer
Fotos: A. Pleikies, Archiv SWE Bäder GmbH Erfurt