Samstagvormittag in Müll und Unrat

Am 09.05.2015 trafen sich 38 fleißige Helfer unseres Angelvereines, um das Ufer der Bleilochtalsperre von Harra bis Saaldorf von sämtlichem Müll und Unrat zu befreien.

Zum Glück hatte die Bleilochtalsperre einen hohen Wasserstand, denn sonst wäre dies nicht zu bewältigen gewesen. 15 prall gefüllte große Müllsäcke, Röhrenfernseher, Wäschetrommeln, Gartenstühle, Klapptische, Schnapsflaschen, Farbeimer usw. trugen die Helfer vom Ufer bis an die Sammelstelle zusammen, wo unser Angelfreund Klaus mit seinem Hänger alles auflud. Auf der Fahrt nach Bad Lobenstein musste der Hänger mit Spanngurten gesichert werden, da der zusammengetragene Müll doch mehr als erwartet war.

Samstagvormittag in Müll und Unrat
Samstagvormittag in Müll und Unrat

Das Umweltamt vom Landratsamt Saale- Orla- Kreis übernahm die Entsorgungskosten, die von der Firma „Becker Umwelt“ in Rechnung gestellt wurden. Es ist nicht nur verantwortungslos, Glasflaschen und Gläser am Uferstreifen zu hinterlassen, sondern birgt unvorstellbare Gefahren für alle Uferbesucher. Allen, die ihren alten Fernseher zur Talsperre schleppen, die Waschmaschinentrommeln im Gepäck haben und die Farbeimer der letzten Renovierung zum Ufer tragen, sei gesagt, dass solche Dinge ganz einfach und kostenlos auf dem Wertstoffhof abgegeben werden können. 

Für den aktiven Einsatz der Mitglieder unseres Angelvereins „ Angelfreunde Saalekaskade e.V.“ bei der Gewässerpflege gebührt unser herzlichster Dank. Als Vorsitzende des Vereines bin ich auf so viele fleißige Helfer richtig stolz, die seit einigen Jahren nicht nur ihr Hobby, das Angeln, an der Saalekaskade ausüben, sondern auch mehrmals im Jahr die Uferstreifen wieder ansehnlicher machen.

Ilona Grüner
1.Vorsitzende Angelfreunde Saalekaskade e.V.

Erfolgreiche Teilnehmer des LAVT beim Internationalen Schlossturnier in Haldenstein

Die malerische Kulisse des Schlosses Haldenstein bei Chur in der Schweiz, war der Austragungsort eines internationalen Turniers im Castingsport.

An diesem ersten internationalen Turnier in Chur seit über fünf Jahrzehnten, nahmen 21 Sportler aus Österreich, der Schweiz und Deutschland teil. Die deutschen Teilnehmer Florian Berk und Michael Niemann(Jugendklasse), sowie die Sportfreundin Christiane Hässig und Olaf Schulz (Damen -und Herrenklasse) waren alle vom Casting Club Saalfeld e.V, dem Leistungszentrum des Landesangelfischereiverbandes Thüringen e.V. Die Turnierleitung hatte der Casting Club Chur an der Spitze mit Dr. Toni Mayer und Pius Derungs übernommen. Eine sehr mutige Entscheidung der Schweizer Sportfreunde dieses Turnier in einer doch recht frühen Jahreszeit zu organisieren. Die Aktiven bedankten sich für diese außergewöhnliche Organisation und Kulisse mit Spitzenleistungen. 

Die Zieldisziplinen wurden im Schlossgarten (Rosengarten) ausgetragen. Dicht neben den Bahnen konnten Besucher des Schlosshofes die Aktiven bei Ihren Wettkampfdurchgängen beobachten und geizten auch nicht mit Beifall, wenn das Ziel mit dem Plastikgewicht oder der Kunstfliege getroffen wurde. 

Nach der Mittagspause ging es zu den Weitwurfdisziplinen auf einer Wiese am Rheinufer. Auch hier verweilten viele Wanderer und Besucher kurz und staunten nicht schlecht über Fliege Weitwürfe jenseits der 50 Meter Marker. Auch in Gewicht Distanz trauten viele Besucher Ihren Augen nicht, denn die Distanz von über 76 Metern mit diesem kleinen 7,5 Gramm Gewicht war doch schon außergewöhnlich und natürlich unter diesen Bedingungen internationale Spitzenleistung von Christian Zinner dem Weltmeister in dieser Disziplin.

Die Krönung am Ende dieser tollen Veranstaltung war dann die Siegerehrung mit attraktiven Preisen (nicht wie immer nur die „Blechpokale“.

Allen Organisatoren, Helfern und natürlich auch den Aktiven gilt der Dank für eine großartige Veranstaltung und Präsentation des Turnierwurfsports. (Castingsport)

Die Sieger in den einzelnen Klassen:

  • Herren 5-Kampf: 1.Christian Zinner (CSC Wien) 505, 2.Markus Kläusler (CSG Gempen) 498, 3.Gerhard Lay (ASKÖ Naarn Donau) 462 
  • Jugend 5-Kampf: 1.Florian Berk (CC Saalfeld) 422, 2.Michael Niemann (CC Saalfeld) 377, 3.Jannis Pozner (CSG Gempen) 332 
  • Damen 5-Kampf: 1.Alena Kläusler (CSC Wien) 474, 2.Jitka Kocova (AK Iffezheim) 406, 3.Melina Rüegg (CC Dübendorf) 368 
  • Herren 3-Kampf: 1.Franco Cicerone (CC Chur) 164, 2.Stefan Pozner (CSG Gempen) 147, 3.Andi Lütscher (CC Chur) 117 
  • Jugend 3-Kampf: 1.Janine Tschabrun (CSC Wien) 184, 2.Florian Hanke (SFVG Uster) 109 

Schulz Olaf
Referent Castingsport im LAVT e.V.

11. Saalepokal im Turnierangeln in Weißenfel

Die wunderschöne Mehrzweckhalle in Weißenfels war am 8. Februar 2015 Austragungsort des 11. Saalepokals im Turnierangeln. Teilnehmer aus Sachsen Anhalt, Sachsen und Thüringen kämpften um die Mehrkampfmedaillen in den verschiedensten Altersklassen. Aus dem Leistungszentrum des LAVT, dem Casting Club Saalfeld nahmen 7 Sportlerinnen und Sportler teil.

Unter Ihnen erfreulicher Weise eine Reihe von neu hinzugekommenen Kindern im Leistungszentrum. Sie waren auch die erfolgreichsten Saalfelder Starter. Mit Luisa Hildebrandt erst 11 Jahre alt und erst 6 Monate im Leistungszentrum, erreichten wir gleich einen sehr guten 3. Platz. Noch besser startete Nic Lauchstedt, ebenfalls in der Altersklasse Schüler D. Er siegte vor seinem Clubkameraden Ben Metz, mit schon beachtlichen 96 Punkten. Besonders auffällig waren die doch schon sehr guten Grundtechniken, auf die man aufbauen kann. Hilfreich dafür ist auch das durchgeführte Hallentraining in der Wintersaison.

Mit Michael Niemann waren wir in der Altersklasse Jugend männlich B vertreten. Michael  konnte in der Disziplin Arenberg noch punktgleich mit den Spitzenwerfern mithalten, verlor aber in der folgenden Disziplin Gewicht Ziel zu viel Punkte und kam somit nur auf Platz 4.

In der Altersklasse Jugend männlich A Startete Florian Berk und wurde dort Zweiter mit sehr guten Leistungen in Arenberg und verlor wie schon Michael in Gewicht Ziel zu viel Punkte um als Sieger aus der Halle zu gehen.

Unsere Damen hatten es sehr schwer in der Leistungsklasse und mussten sich mit Platz 4 und 6 begnügen.

Schulz Olaf
Referent Castingsport im LAVT e.V.

Fisch des Jahres 2015 – Der Huchen

Fisch des Jahres 2015 – Der Huchen

Fisch des Jahres 2015 - Der Huchen
Foto: Herbert Frei

Gemeinsame Pressemitteilung des Deutschen Angelfischerverbandes und des Bundesamtes für Naturschutz: Der Huchen ist einer der größten heimischen Fische aus der Lachsfamilie — Natürliche Bestände sind durch Lebensraumverluste stark bedroht — Durchgängigkeit der Fließgewässer erhalten und wieder herstellen.

Der Huchen (Hucho hucho), auch Donaulachs genannt, wurde gemeinsam vom Deutschen Angelfischerverband (DAFV) und dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Abstimmung mit dem Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) zum Fisch des Jahres 2015 gewählt.

Der Huchen ist einer der größten heimischen Vertreter aus der Familie der Lachse (Salmoniden). Seine natürliche Verbreitung ist in Deutschland auf das Einzugsgebiet der Donau beschränkt. Deshalb wird er auch als „Donaulachs“ bezeichnet. Der Huchen ist in seinen Beständen stark bedroht und wurde in die Rote Liste als vom „Aussterben bedrohte Tierart“ aufgenommen. Ebenso ist er im Anhang II der FFH-Richtlinie aufgelistet, womit er zu den Arten gehört, für die europaweit Schutzgebiete eingerichtet werden müssen.

Anfang des 20. Jahrhunderts war der Huchen in der Donau noch bis weit oberhalb Ulm und in den Donauzuflüssen wie Isar, Lech und Regen anzutreffen.  Aber bereits 1881 gab es Hinweise auf die starke Behinderung der Wanderungen von Huchen durch die Errichtung von Wehren. Durch den mittlerweile starken Verbau und die massive Regulierung der Donau und ihrer Nebenflüsse sind die Wander- und Fortpflanzungsmöglichkeiten des Huchens so stark eingeschränkt, dass eine erfolgreiche Fortpflanzung und damit das Überleben in vielen Flussabschnitten nicht mehr möglich ist. Mit dieser Situation steht der Huchen stellvertretend für zahlreiche Fischarten unserer Fließgewässer. 

„Der Erhalt des Huchens im Donausystem erfordert engagiertes Handeln aller Beteiligter: Zurzeit werden Huchen hilfsweise nachgezüchtet und durch Angelfischer im Donauraum besetzt, um so die noch verbliebenen Bestände zu stützen. Dies kann aber nur als eine vorübergehende Notmaßnahme gesehen werden“, sagte Dr. Christel Happach-Kasan, die Präsidentin des Deutschen Angelfischerverbandes. Zum Schutz des Huchens und dem Aufbau sich wieder selbst reproduzierender Bestände ist es zwingend notwendig, die letzten natürlichen Gewässerabschnitte zu erhalten und mit Renaturierungsmaßnahmen den verloren gegangenen Lebensraum wiederzugewinnen. „Dadurch sollen isolierte Bestände Verbindung erhalten. Dabei stehen die Wiederherstellung und Erhaltung frei durchwanderbarer Fließgewässer mit natürlicher Gewässerdynamik und Gewässerstruktur im Vordergrund. Das käme nicht nur dem Huchen zugute, sondern allen angestammten Bewohnern unserer heimischen Gewässer“, ergänzte BfN-Präsidentin Professorin Beate Jessel.

Hintergrund

Der Huchen hat einen langgestreckten, im Querschnitt fast runden Körper. Auf dem kupferfarben-rotbraunen bis grünlichgrauen Rücken befinden sich zahlreiche kleine dunkle Tupfen. Er kann über 25 Kilo schwer und über 1,40 m lang werden; einzelne Exemplare erreichten früher auch über 1,5 m Körperlänge. Er  steht als Raubfisch in seinem Lebensraum an der Spitze der Nahrungskette. In der Literatur werden Nasen und Barben als typische Beute genannt. Auch deren Vorkommen sind in unseren vielfältig geschädigten Fließgewässern beeinträchtigt.

Der majestätisch anmutende „Donaulachs“ liebt schnellfließende, kühle und sauerstoffreiche Gewässer mit steinigem oder kiesigem Grund, den er für die Eiablage benötigt. In stau-regulierten Flussstrecken verschlammt oft der Boden. Dies hat zur Folge, dass der Huchen dort keine geeigneten Laichplätze findet. In kiesigen Bereichen der Äschen- und Barbenregion werden die Eier im März/April vom Weibchen in selbst geschlagenen Laichgruben abgelegt. Die geschlüpften Larven halten sich im Schutze der Kies- und Steinlücken auf und wachsen schnell heran. Im zweiten Jahr können Huchen bereits eine Länge von 30 Zentimetern erreichen. Geschlechtsreif ist der Huchen mit drei bis vier Jahren, seine Lebensdauer wird mit bis zu ca. 15 Jahren angegeben.  Am Laichgeschehen nehmen meist erst Tiere ab 80 cm Länge teil, weshalb vielerorts das Schonmaß zum Schutz der natürlichen Bestände auf über 90 cm gesetzt wurde.

Der Huchen ist kein typischer Wanderfisch, der lange Wanderstecken überwindet und dabei auch das Meer aufsucht. Er ist in dieser Hinsicht nicht mit dem verwandten Lachs oder dem Aal vergleichbar. Aber auch der Huchen wandert. Zur Laichzeit verlässt er seinen Standort. Seine Wanderungen in flussaufwärts gelegene seichte und kiesige Flussstellen zum Ablaichen können sich bis über 100 km erstrecken. Der Weg dorthin ist in vielen Zuflüssen der Donau durch Wasserkraftwerke und Querverbauungen versperrt. Allein in der Isar sind 35 Wasserkraftwerke in Betrieb, das erste wurde bereits 1896 errichtet. Neben den Verschlammungen von Staubereichen gefährden Wasserableitungen und die zu geringen Restwassermengen, oft  in Zusammenhang mit dem Schwallbetrieb von Wasserkraftanlagen, die Huchenbestände.

» Huchen-Broschüre zum Download

V.i.S.d.P.
Deutscher Angelfischerverband e.V.
Dr. Christel Happach-Kasan
– Präsidentin –
Foto: Herbert Frei

47. Deutsche Schüler-, Jugend– und Juniorenmeisterschaften im Castingsport 2014 in Halle an der Saale

47. Deutsche Schüler-, Jugend– und Juniorenmeisterschaften im Castingsport 2014 in Halle an der Saale

Juniorenmeisterschaften im Castingsport 2014 in Halle

Die Schüler-, Jugend und Juniorenmeisterschaften 2014 fanden auf der „Motor Sportanlage“ in Halle an der Saale statt. An der 47. Deutsche Meisterschaft der Jüngsten nahmen 79 Aktive aus allen Bundesländern teil. Der mit der Durchführung beauftragte Hallenser Castingverein sorgte wieder für hervorragende Wettkampfbedingungen. Auch das Wetter war dieses Mal den Aktiven holt. Ideale Winde machten es vor allem auch den kleinsten nicht so schwer die Zieldisziplinen zu werfen.

Für einen Reibungslosen Ablauf sorgten auch die Beiden Hauptkampfrichter aus Schleswig Holstein und Thüringen. Die an zwei Tagen durchgeführten Meisterschaften in 7 Disziplinen war in jeder Hinsicht ein voller Erfolg. Dabei jagte ein Rekord den anderen.

Mit insgesamt 17 neuen deutschen Rekorden in den verschiedenen Altersklasse waren es vor allem die Mehrkämpfe und die Distanzdisziplinen in denen Rekorde geworfen wurden.

Mit von der Partie waren auch 7 Starter aus Thüringen. Florian Gräser, Michael Niemann, Paul Seeber, Jonas Albrecht, Georg Neudert, Nick Breitkreuz und Lukas Bronnert.

Betreut wurden Sie durch die Übungsleiter Klaus Bachmann, Bernd Riese und Bernd Bronnert.

Vor allem die kleinsten konnten sich bei den Deutschen  Rekorden beteiligen. Insgesamt erreichten die Thüringer Sportler 5 von den 17 neuen Rekorden.

Juniorenmeisterschaften im Castingsport 2014 in Halle
Juniorenmeisterschaften im Castingsport 2014 in Halle

Dabei waren noch nicht einmal alle Leistungsträger aus Thüringen am Start. Mit Florian Berk fehlte ein Werfer der Altersklasse Jugend B, der durchaus im Siebenkampf hätte Medaillen und Rekorde werfen können. Auch gingen bei den einzelnen Teilnehmern nicht alle Träume in Erfüllung. So hatte vor allem Michael Niemann durch einen technischen Fehler in der Disziplin 3 Gewicht Arenberg nicht nur die Einzelmedaille, sondern den Deutschen Altersklassenrekord in dieser Disziplin vergeben. Durch diesen Fehler war auch der schon greifbar nahe Deutsche Rekord und Meistertitel  im Dreikampf vergeben.

Insgesamt holten die Thüringer Teilnehmer 6 mal Gold, 6 mal Silber und 6 mal Bronze bei diesen Meisterschaften in den Einzeldisziplinen und wurden in der  Mannschaftswertung dritter.

Schulz Olaf
Referent Castingsport im LAVT e.V.