32. Sachsen – Anhalt Cup in Halle/ Saale und Weltcup Finale im Castingsport

Zwei Wochen nach den Weltmeisterschaften im Castingsport der Elite, die in Polen stattfand, trafen sich ein Teil der Weltmeister erneut, um die begehrten Pokale, Medaillen und Sachpreise zu kämpfen. Gleichzeitig wurde der Weltcupsieger des Jahres 2014 ermittelt.

Glück hatten der Veranstalter und selbstverständlich auch die Sportler, die von den drohenden Unwettern verschont geblieben sind. Neben der Eliteklasse nahmen auch Jugendliche aus Brandenburg, Sachsen Anhalt, Sachsen, Tschechien und Thüringen teil. Aus dem LAVT nahmen die Sportfreunde Michael Nieman und Florian Berk teil. Der vom Landesverband Sachsen Anhalt organisierte und durchgeführte Wettkampf sah viele internationale Spitzenleistungen in den Ziel – und Distanzdisziplinen in der Eliteklasse. Aber auch unsere Jugendlichen, bzw. Schüler konnten sich vor allem in den Einzeldisziplinen sehr gut in Szene setzen. So erreichte Florian Berk in der Disziplin 2 Fliege Distanz mit über 51 Metern hinter dem neuen aufgehenden Stern der Tschechen Thomas Spacil (Teilnehmer der Weltmeisterschaften in Polen bei der Elite) den 2. Platz wie auch in der Disziplin 3 Arenberg mit 94 Punkten. In der Disziplin Fliege Distanz Zweihand (Lachsfliege) warf Florian über 70 Meter. Auch Michael, mit zu den Jüngsten Startern zählend konnte gute Ergebnisse erzielen und in den Einzeldisziplinen sogar Podest Plätze erreichen. Beide erzielten in den jeweiligen Fünfkämpfen persönliche Bestleistung zum Ende der Saison und belegten in der Fünfkampfwertung den 4. Und 5. Platz. Auch im Siebenkampf erreichte Florian mit 710 Punkten persönliche Bestleistung. Mit den Sportfreunden Christian Petzold(Herren Klasse) und Jonas Albrecht (Jugend Klasse) waren weitere Thüringer am Start. Auch Sie erreichten gute Platzierungen in den Einzeldisziplinen, wie der erste Platz in der Disziplin 3 Arenberg mit 100 Punkten durch Christian Petzold. Im Fünfkampf wurde Jonas Albrecht Dritter.

Schulz Olaf
Referent Castingsport im LAVT e.V.

Erfolgreiche Abfischung des Friedens- und Lohteiches

Erfolgreiche Abfischung des Friedens- und Lohteiches

m Rahmen der Vorbereitung der Landesgartenschau 2017 in Apolda und der in diesem Zusammenhang vorgesehenen Sanierung des Friedens- und Lohteiches erfolgte deren Abfischung und Trockenlegung.

Schon im Vorfeld waren von den zuständigen Fachbereichen der Stadtverwaltung Apolda, dem Kreisfischereiverein Apolda e.V. als Fischereipächter und dem Landesanglerverband Thüringen e.V. (LAVT), welcher für die Organisation und Durchführung der Abfischung beider Gewässer verantwortlich war, umfangreiche Vorbereitungen zu treffen.

Erfolgreiche Abfischung des Friedens- und Lohteiches
Erfolgreiche Abfischung des Friedens- und Lohteiches
Erfolgreiche Abfischung des Friedens- und Lohteiches

Die Zusammenarbeit funktionierte zwischen allen Beteiligten von Anbeginn hervorragend. Am 08. September wurde mit der langsamen Absenkung des Friedensteiches durch die Stadtverwaltung Apolda begonnen, am 10. September die notwendige Fischereitechnik, einschließlich Versorgungs- und Techniktrakt, durch den LAVT aufgebaut und gemeinsam mit dem Kreisfischereiverein Apolda e.V., den Fischereibetrieben Fischzucht Hickethier aus Lemnitz und Fischzucht Vogel aus Lehnstedt vom 11. bis 13. September die Hauptabfischung der beiden Teiche durchgeführt.

Täglich waren ca. 30 Angelfreunde vom Kreisfischereiverein Apolda e.V. sowie 20 ehrenamtliche Helfer und hauptamtliche Mitarbeiter des LAVT im Einsatz. Viele Angler konnten es kaum glauben, dass die beiden Teiche einen so guten und artenreichen Fischbestand aufwiesen. Kapitale Karpfen, Schleien, Zander, Hechte, Aale, aber auch Plötzen, Rotfedern, Gründlinge, Barsche und zahlreiche Giebel gingen ins Netz. Sogar Zander von über einem Meter und Karpfen von über 20 Pfund konnten angelandet werden. Insgesamt wurden in beiden Teichen über 3.400 kg Fische gefangen, über 1.200 Muscheln abgelesen und mit modernen Fischtransportfahrzeugen in den Speicher Kromsdorf umgesetzt. Die Giebel, welche aus fischereifachlicher Sicht nicht mit umgesetzt werden sollten, übernahm zur Vermarktung ein Fischereibetrieb. Im gesamten Zeitraum der Abfischung sorgten die Mitarbeiterinnen des LAVT für das leibliche Wohl der vielen fleißigen Helfer. Soweit bei den stark verschlammten Teichen überhaupt möglich, wurden am 14. und 15. September aus den Restwasserlöchern noch weitere Fische und Muscheln geborgen und umgesetzt.

Erfolgreiche Abfischung des Friedens- und Lohteiches
Erfolgreiche Abfischung des Friedens- und Lohteiches
Erfolgreiche Abfischung des Friedens- und Lohteiches

Eine so umfangreiche Abfischung war für alle Beteiligten durchaus eine Herausforderung mit vielen Unbekannten. Immerhin waren beide Teiche schon seit Jahrzehnten nicht mehr komplett abgelassen und abgefischt worden.

Die gesamte Abfischung, welche bis ins Detail durchgeplant war, verlief im Ergebnis reibungslos und ohne Problem. Darum möchte sich die Geschäftsleitung des LAVT nochmals bei der Stadtverwaltung Apolda, FB Stadtplanung/ Bauwesen, der Abteilung kommunaler Service, aber besonders beim Vorstand und den Mitgliedern des Kreisfischereivereins Apolda e.V. und den beiden Fischereibetrieben für die tolle Zusammenarbeit und Unterstützung bedanken.

Ein wenig Stolz erfüllt auch unseren Landesverband, welcher zu den wenigen Anglerverbänden in Deutschland gehört, der seine Vereine mit einer so umfangreichen Fischereitechnik und dem notwendigen Fachpersonal unterstützen kann.

Petri Heil.

André Pleikies
Hauptgeschäftsführer LAVT

7. Jugendnachtangeln des LAVT an der Bleilochtalsperre

7. Jugendnachtangeln des LAVT an der Bleilochtalsperre

Auch in diesem Jahr lud der Landesanglerverband Thüringen e.V. (LAVT) die Kinder- und Jugendlichen zum Jugendnachtangeln vom 12. bis 13. Juli an die Bleilochtalsperre ein. Mittlerweile fand dieses, stets gut besuchte, Jugendevent zum 7. Mal statt.

Bereits ab 09.00 Uhr reisten die ersten Teilnehmer an. Umgehend wurden die Angelplätze ausgesucht, Angelutensilien ausgepackt, Ruten vormontiert und bereitgelegt. Es musste alles gut vorbereitet sein, damit, wenn es losgeht, nur noch der Köder eingehakt werden muss.- Keiner wollte kostbare Angelzeit verschenken.

Die fleißigen Frühaufsteher von den Angelfreunden Saalekaskade (AFSK) fanden sich gegen 7.30 Uhr ein, um wieder einen tollen Versorgungsstand einzurichten. Pavillons und Sitzgarnituren wurden aufgebaut und eine komplette Küchenversorgung gewährleistet.

7. Jugendnachtangeln des LAVT an der Bleilochtalsperre
7. Jugendnachtangeln des LAVT an der Bleilochtalsperre

Gegen 10.30 Uhr eröffnete unser Geschäftsführer, Angelfreund André Pleikies, die Veranstaltung. Besonders freuten wir uns über das Erscheinen von Herrn Thomas Weigelt, Bürgermeister von Bad Lobenstein, von Herrn René Tscherner, Vertreter des Kanusportvereines Bad Lobenstein, sowie über die Mitarbeiter vom Angelspezi  in Hof.

Thomas Weigelt wünschte allen anwesenden Anglern viel Erfolg und versprach zum Abschluss der Veranstaltung, dem kleinsten Angler mit dem größten Fisch ein kleines Geschenk als Ansporn zu übereichen.

Unsere Bitten an den Angelgott um schönes Wetter wurden wie so oft erhört. Trotz sehr ungünstiger Wetterprognosen mit Sturm und Gewitter  hatten wir bis Sonntagmittag gutes Angelwetter und blieben alle trocken.

Eltern, die Ihre Kinder in die Obhut Ihrer Jugendwarte und den Landesanglerverband geben, wollen, dass ihre Kinder wieder gesund zu Hause ankommen. Hierfür setzen wir uns von Anreise bis Abreise  zu 100 % ein. Wenn das Wetter zusätzlich noch mitspielt, erhöht dies den Spaßfaktor deutlich und macht es allen Betreuern und Helfern leichter.

Ungeduldig und voller Erwartung gingen die Jungs und Mädels nach der Eröffnung und einer kleinen Stärkung an ihre Angelplätze.

7. Jugendnachtangeln des LAVT an der Bleilochtalsperre
Teilnehmer der 7. Jugendnachtangeltage an der Bleiloch.
7. Jugendnachtangeln des LAVT an der Bleilochtalsperre
Die Bleilochtalsperre an der Robinsonwiese bei Saalburg

Die Helfer vom Angelfreunde Saalekaskade e.V. (AFSK) kümmerten sich rund um die Uhr um die Versorgung der hungrigen und durstigen, zum Teil weit angereisten Petrijünger. Ein leckeres Brötchen, etwas Obst, eine Limonade oder einen Tee, egal nur schnell stärken und ab an die Ruten.

Gegen Mittag war der Grill heiß und die ersten Bratwürste wurden genussvoll verputzt. Immerhin trafen sich wieder rund 120 Jugendliche mit Ihren Betreuern aus ganz Thüringen.

Für manchen ist es ein alljährliches Ereignis. Andere Vereine kamen zum ersten Mal. Die Vorfreude auf die zu erwartenden Fische war auch dieses Jahr wieder sehr groß.

Nach nicht mal einer Stunde kamen die Ersten und präsentierten ihre gefangenen Fische. Auch wenn es anfangs „nur“ recht stattliche Bleie waren, die Freude in den Gesichtern war nicht zu übersehen. Doch dann auf einmal Unruhe und Gewusel am Ufer. Der erste gute Hecht konnte gelandet werden. – Stolze 75,5 cm lang und 2,9 kg schwer. Der glückliche Petri Jünger kam aus Erfurt und verriet auch gleich, dass dieser wohlschmeckende Fisch zu Hause schon bald in der Pfanne landen wird.

Schon wieder war Aufregung am Ufer. Ein 77 cm langer Aal konnte angelandet werden. Dieser trat am nächsten Tag mit seinem Angler Max Rußwurm die Reise nach Berka/ Werra an.

7. Jugendnachtangeln des LAVT an der Bleilochtalsperre
Gratulation an Lisa Grüner zu Ihrem Geburtstag und ein
herzliches Dankeschön durch den Hauptgeschäftsführer des
LAVT für ihre Unterstützung bei einer Vielzahl von 
Gewässerpflege- und Abfischaktionen

Weitere Zander, Aale, Karpfen und Hechte gingen den Kids an den Haken  und widerstanden den verschiedensten Ködern nicht. Natürlich wurden auch mehrere Bleie, Rotfedern, Plötzen, Barsche und auch Kaulbarsche überlistet. In Kahla beispielsweise steht schon bald ein 92 cm großer Aal auf der Speisekarte. Auch in Meuselwitz ist nunmehr bekannt, dass es an der Bleilochtalsperre viele große Fische gibt.

Natürlich macht das Angeln hungrig und durstig. Nachmittags gab es Kaffee, Tee und leckeren Kuchen. Für den Abend bereiteten die fleißigen Küchenhelfer schon die Suppe vor. Schinkenwürfel wurden angebraten und es verbreitete sich ein Duft, der auch die letzte Angelstelle erreichte. Kaum war die Suppe fertig, die Wiener portioniert und hinein geschnippelt, standen die ersten Hungrigen am Versorgungszelt.  – Essen und Trinken stand während der gesamten Veranstaltung für alle Teilnehmer stets bereit.

7. Jugendnachtangeln des LAVT an der Bleilochtalsperre

Die Nacht brach herein und die Fische bissen weiter. Wenn die Fische munter sind, bleib ich es auch, sagte ein kleiner Petrijünger zu mir. Mit dem Morgengrauen wurde es etwas ruhiger, denn die so wachen und motivierten Jungangler konnten die Augen nicht mehr aufhalten und verkrochen sich entweder ins Zelt oder verharrten zusammengerollt im Stuhl.

Ab 5.00 Uhr bereiteten die Helfer vom AFSK das Frühstück vor. Marmelade, Wurst, Käse und sogar frisch gekochte Eier wurden liebevoll angerichtet. Noch bis ca. 10.00 Uhr wurde weiter geangelt und das mit Erfolg. Aal, Karpfen und sogar noch ein Zander konnten gefangen werden.

Am Himmel sahen wir, dass die vorhergesagten Regenschauer uns nun doch die Veranstaltung vermiesen wollten. So entschlossen wir uns, im Interesse aller, die Veranstaltung trockenen Fußes zu beenden. Mit einer netten Verabschiedung und den Worten „bis zum nächsten Jahr“ fingen wir an alles einzupacken und zu verstauen. Wir sind es gewohnt, alles so ordentlich zu verlassen wie wir es vorgefunden haben. Der Müll wurde zum Schluss zusammengetragen und jeder achtete auf Ordnung an seinem Angelplatz. Auch im nächsten Jahr möchten wir die Robinsonwiese in Saaldorf wieder nutzen, welche uns von der Agrargenossenschaft Schönbrunn freundlicher Weise jedes Jahr gemäht und zur Verfügung gestellt wird.

Bedanken möchten wir uns nochmals bei Thomas Weigelt, der uns nächstes Jahr einen Wanderpokal stiften möchte, und dem Kanusportverein Bad Lobenstein für die freundschaftliche Zusammenarbeit. Dem Angelspezi in Hof sagen wir herzlich Danke für die große Menge gesponserter Angelköder und die vielen erfolgreichen Angeltipps, welche sie an die Jungangler weitergaben.  Danke auch an die Bäckerei Hunger für die leckeren Brötchen und nicht zu vergessen ein großes Dankeschön an die treuen und stets einsatzbereiten Helfer der AFSK.

Auch wenn nicht alle etwas gefangen haben, so freuen sich die Teilnehmer schon heute auf das 8.Jugendnachtangeln 2015 an der Bleilochtalsperre.

Allen Teilnehmern gilt abschließend unser großes Lob. Es ist immer wieder sehr angenehm zu sehen, wie ordentlich und kameradschaftlich sich unsere Jugend verhält und wie sie gemeinsam am Wasser beim Bau ihre Montagen Tüfteln.  Auch dieses Jahr gab es keinerlei Vorkommnisse.

Petri Heil 
Ilona Grüner
André Pleikies

Gemeinsamkeit macht stark! Ein Anglerverband für Thüringen

Gemeinsamkeit macht stark! Ein Anglerverband für Thüringen

Nur gemeinsam werden wir es schaffen, das Angeln als soziale und ökologische Komponente in unserer Gesellschaft und im Freistaat Thüringen zu erhalten.

Wie stellt sich die Situation bei uns in Thüringen dar?

In Thüringen gibt es aktuell, nach der Vereinigung des Angelfischereiverbandes Ostthüringen e.V. und dem Landesanglerverband Thüringen e.V. (LAVT) im Jahr 2012 in Meuselwitz, noch zwei Anglerverbände mit insgesamt 21.500 Mitgliedern.

Den Landesanglerverband Thüringen e.V. mit ca. 15.500 Mitgliedern und den Verband für Angeln und Naturschutz Thüringen (VANT) mit ca. 6.000 Mitgliedern.

Erfreulich, dass im Jahr 2012 zwei Thüringer Verbände ihrer Verantwortung für die Thüringer Angelfischerei gerecht wurden und die Notwendigkeit eines einheitlichen Anglerverbandes im Freistaat Thüringen erkannten.

Was eint unsere Verbände?

  • Alle verstehen sich als Dienstleister für ihre Mitglieder.
  • Alle nehmen für sich in Anspruch, Natur-, Umwelt- und Artenschutz zu betreiben.
  • Alle bemühen sich um eine interessante Jugendarbeit.
  • Alle bieten ihren Mitgliedern Aus- und Fortbildungsmaßnahmen an.
  • Alle pflegen das Angeln in der Gemeinschaft.
  • LAVT und VANT verfügen über Gewässerverbünde (unterschiedlich strukturiert) zur Erleichterung des freizügigen und preiswerten Angelns ihrer Mitglieder in Thüringen und darüber hinaus.

Alle haben gemeinsame Probleme: Den Kormoran! Den Schwarzangler! Die kleine Wasserkraft! Die zunehmende Einschränkung des Uferbetretungsrechtes! u.v.m.

Was trennt die Verbände voneinander?

Trennendes finden wir am wenigsten in den Sachthemen und Strukturen der Verbände. Auch die große Mehrzahl der Anglervereine, egal welchem Dachverband sie angehören, haben die Vorteile der Kooperation längst erkannt. Beispiele gut funktionierender und vorurteilsfreier Zusammenarbeit zwischen Vereinen der verschiedenen Verbände zum Vorteil ihrer Mitglieder existieren seit vielen Jahren.

Die Mauern befinden sich vor allem in den Köpfen einiger weniger Verbandsfunktionäre, welche sich im Moment einem einheitlichen Anglerverband in Thüringen verweigern. Wiederkehrender Vertrauensbruch, gezielte Falschinformationen, schädliche Allianzen und unsachliche Angriffe gegen die progressiven Kräfte in der Thüringer Angelfischerei sind dem Einheitsprozess im Moment nicht förderlich.

Wie erreichen wir die Einheit der Thüringer Angler?

Zunächst stellt sich die Frage, wer will diese Einheit wirklich und in welchen Strukturen?

Schon seit seiner Mitgliederversammlung am 21.02.2008 bekennen sich der Landesanglerverband Thüringen e.V. und seine Mitglieder klar zur Fusion der drei Thüringer Anglerverbände zu einem Verband.

Wie ernst der LAVT sein Angebot zur Fusion meint, zeigte auch der damalige Beschluss der Mitgliederversammlung vom 12.03.2011, aus dem VDSF auszutreten (kein einfacher Schritt) und unter dem Dach des DAV die Fusion der Thüringer Anglerverbände anzustreben.

Der LAVT trat in Umsetzung seiner Beschlüsse am 28. Februar 2013 dem Deutschen Anglerverband (DAV) bei und wurde als DAV – Landesverband mit der Vereinigung von VDSF und DAV Mitglied im neuen Bundesverband, dem Deutschen Angelfischerverband e.V.

Dies durfte wohl die letzten Zweifler vom aufrichtigen Bekenntnis des LAVT zur Einheit der Thüringer Angler überzeugt haben. Es sei denn, man wollte dieses positive Signal, ja diese Handreichung bewusst ignorieren. Dies ist dann auch seitens der Funktionäre des VANT geschehen.

Der Angelfischereiverband Ostthüringen e.V. bekannte sich schon seit längerem zu einem einheitlichen Anglerverband in Thüringen, was er bereits im Jahr 2010 mit der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung mit dem LAVT und seinen Beschlüssen zur Fusion mit dem LAVT bekräftigte.

Versuche, die Thüringer Verbände unter einem Dach oder in anderer Form zu einigen, hat es seit mehr als 15 Jahren gegeben.

Der letzte, leider nur teilweise erfolgreiche Versuch war die Zusammenarbeit der damals noch drei Anglerverbände und der Verband der Berufsfischer in der Interessengemeinschaft „Thüringer Fischerei“ (IThF).

Diese wurde mit der Unterzeichnung der Vereinbarung zur Gründung der „IThF“ durch den damaligen Landwirtschaftsminister Dr. Volker Sklenar und die amtierenden Präsidenten der Verbände am 03.08.2009 gegründet.

In der gemeinsamen Satzung der IThF haben sich damals die Präsidenten aller drei Verbände mit ihrer Unterschrift für die Gründung eines einheitlichen Anglerverbandes in Thüringen bis spätestens Ende 2012 verbindlich ausgesprochen.

Im Ergebnis setzten jedoch nur zwei Anglerverbände die gemeinsame Satzung in diesem Punkt tatsächlich um.

Mit der Fusion von zwei Thüringer Anglerverbänden, des LAVT und AFVOT, Ende 2012 wurde ein erster, wichtiger Schritt auf dem Weg zur Einheit der Thüringer Angler vollzogen.

Es wäre wünschenswert gewesen, wenn sich alle drei Thüringer Anglerverbände an gemeinsamen, Ziel führenden Gesprächen zur Fusion beteiligt hätten. Die Chancen, die dafür die IG „Thüringer Fischerei“ allen drei Anglerverbänden bot, waren groß.

Bei einer Fusion aller drei Thüringer Anglerverbände gibt es keine Verlierer, sondern es kann im Ergebnis nur Gewinner geben. Gewinner wäre die Thüringer Angelfischerei, ja wir alle, die wir uns dem Angeln verbunden fühlen. Wer hier etwas anderes behauptet, ist nicht ehrlich gegenüber seinen Mitgliedern.

Eine wirkliche Alternative zu einem einheitlichen Anglerverband, welcher die Interessen aller Thüringer Angler vertritt, haben wir nicht.

Gemeinsamkeit macht stark! Ein Anglerverband für Thüringen

Schaffen wir mit einem einheitlichen Anglerverband die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft der Thüringer Angelfischerei, insbesondere für die zahlreichen Kinder und Jugendlichen in unseren Vereinen, welche ihr schönes Hobby mit viel Liebe und Begeisterung ausüben.

Schule einmal anders

Schule einmal anders

Am 12. Juni bot sich für eine Klasse des Lerchenberggymnasiums Altenburg die Möglichkeit, einen Schultag einmal ganz anders zu erleben.

Der Klassenlehrer, Herrn Schubert, hatte beim Angelfischereiverein Schnaudertal nachgefragt, ob denn eine Möglichkeit besteht, einen Schultag am Waldsee in Schnauderhainichen durchzuführen, was natürlich vom Vorstand des Vereins bestätigt wurde.

Schule einmal anders
Schule einmal anders

Am Morgen des 12. Juni wurden die Schüler vom Vereinspräsidenten am Busbahnhof Meuselwitz empfangen und es begann eine Wanderung durchs schöne Schnaudertal in Richtung Waldsee. Unterwegs erfuhren die Schüler nicht nur Interessantes aus der Natur des schönen Auholzes, sondern auch eine Reihe historischer Fakten aus der Geschichte der Region, insbesondere des Braunkohlenbergbaus im Altenburger Land, der ja 1671 mit der Entdeckung „brennbarer Erde“ durch Dr. Pilling aus Altenburg hier im Schnaudertal seinen Anfang nahm.

Im Vereinsgelände am Waldsee konnten dann alle Teilnehmer Fische beobachten und zuschauen, wie geangelt wird. In einem interessanten Lehrfilm zur künstlichen Erbrütung von Forellen erfuhren die Schüler Wissenswertes über den Lebensweg eines Fisches vom Ei bis zum fangreifen Fisch.

Mit Interesse verfolgten die Schüler auch einen Film über das breite Spektrum der Tätigkeit des Landesanglerverbandes Thüringen e.V., dem der Angelfischereiverein Schnaudertal angehört.

In der Zwischenzeit hatten die Angelfreunde Siegfried Potempa und Andreas Kriesche auch einen kleinen Imbiss vorbereitet und so konnten sich die Schüler bei Rostbratwurst und Fruchtlimonade erst mal ausgiebig stärken.

Als besondere Überraschung hatten sie dann die Möglichkeit, das Werfen eines Bumerangs, welches sie zuvor im Film über die Jugendarbeit des Vereins gesehen hatten, selbst zu probieren. Angelfreund Siegfried Potempa, der ja mit seinen Bumerangs bei der Jugend des Verbandes schon bekannt ist, hatte diese mitgebracht und so konnte jeder Teilnehmer einmal einen Bumerang werfen. Übrigens, es war für alle Schüler das erste Mal und eine interessante Erfahrung.

Mit der Wanderung durchs Auholz zurück zum Busbahnhof ging dieser schöne Tag zu Ende.

Karl-Heinz Bergner
Regionalgeschäftsführer LAVT und
Vereinsvorsitzender des AFV Schnaudertal e.V