Angeln an Thüringer Gewässern weiterhin möglich!

Angeln an Thüringer Gewässern weiterhin möglich!

Liebe Anglerinnen und Angler,

in letzter Zeit kursiert zunehmend die Falschbehauptung, dass das Angeln in Thüringen auf Grund von Corona verboten ist.

Diese Aussage ist falsch!

Auch die Behauptung, dass ab Januar 2022 nicht mehr an den Talsperren der Saalekaskade geangelt werden darf, ist ebenfalls ein Fake.

Wir haben unsere Vereinsvorstände ausführlich in der E-Mail vom 03. Dezember 2021 über die neuen, verschärften Corona – Regeln in Thüringen informiert. So gibt es bisher nur eine Einschränkung, welche auch das Angeln betrifft:

Für Personen, welche nicht geimpft oder genesen sind gilt in Thüringen eine nächtliche Ausgangssperre von 22.00 Uhr bis 5.00 Uhr. Diese ist aktuell befristet bis zum 15.12.2021. Eine Verlängerung dieser Regelung ist durchaus möglich.

Keiner kann heute seriös sagen, welche Einschränkungen wir die nächsten Monate noch zu erwarten haben. Doch ganz sicher kommen auch wieder bessere Zeiten.

Egal wie jeder persönlich die aktuellen Informationen bzw. Kampagnen der Medien sowie die Äußerungen und Entscheidungen der Politik zu Corona wertet, in jedem Fall wird der Zusammenhalt unserer Gesellschaft in den kommenden Monaten auf eine harte Bewährungsprobe gestellt.

Es wäre wünschenswert, wenn trotz allem der Umgang miteinander in unseren Vereinen und zwischen den Anglerinnen und Anglern stets von gegenseitiger Achtung und Respekt getragen ist.

Wichtig – Angeln ist in Thüringen nach wie vor möglich!

Bitte schätzt diese Freiheit, die viele in unsere Gesellschaft aktuell so nicht haben. Also lebt Euer Hobby in diesen nicht leichten Zeiten und vielleicht findet Ihr an schönen Wintertagen ein wenig Entspannung und Ablenkung beim Angeln, denn Dezember / Januar ist Raubfischzeit!

Petri Heil

Dietrich Roese                                                 André Pleikies
Präsident                                                          Geschäftsführer

Der Hering bleibt auch im Jahr 2022 Fisch des Jahres

Der Hering bleibt auch im Jahr 2022 Fisch des Jahres

Der Deutsche Angelfischerverband e.V. (DAFV) hat sich in Abstimmung mit dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) und dem Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) dazu entschlossen, den atlantischen Hering (Clupea harengus) im Jahr 2022 nochmals als Fisch des Jahres zu benennen. Aufgrund der Corona-Pandemie im Jahr 2021 war es nicht möglich dem Hering die Aufmerksamkeit und Anerkennung zukommen zu lassen, die dieser Fischart gebührt. Der atlantische Hering (Clupea harengus) ist daher auch der Fisch des Jahres 2022.

Fisch des Jahres 2021 - Atlantischer Hering (Clupea harengus)
Fisch des Jahres 2021/2022 – Quelle: DAFV, Eric Otten

In den letzten Jahren wurde die Forschung zum Hering stark intensiviert. Die neuen Erkenntnisse werden – womöglich auch durch die Ernennung des Herings zum Fisch des Jahres 2021 – z. B. vom Thünen-Institut auf einer Webseite (https://thuenen.pageflow.io/der-hering-in-der-klimafalle) und in einem Podcast (Klimawandel und Meer – Der Fall Ostsee, Teil 1 und 2) eindrucksvoll dargestellt.

Die Situation des Herings in der Ostsee hat sich im laufenden Jahr noch einmal zugespitzt. Die Laicherbiomasse des Herings stabilisiert sich in der westlichen Ostsee auf einem sehr niedrigen Niveau. Für den Hering in der zentralen Ostsee sieht es dagegen noch schlimmer aus als im vergangenen Jahr. Der vermeintlich nachwuchsreiche Jahrgang 2019 ist wohl doch nicht so groß wie erst angenommen. Laut ICES unterliegen beide Bestände trotz aller Beschränkungen immer noch einem zu hohen fischereilichen Druck. Die Anlandungen von Hering in Deutschland haben sich aufgrund der Beschränkungen der Fischerei von 17.000 t in 2018 auf 9.250 t in 2019 fast halbiert. Damit sinkt auch die wirtschaftliche Bedeutung des Herings in den Küstenregionen, obwohl der Hering 2020 immer noch auf Platz vier der beliebtesten Speisefische in Deutschland stand. Die Nachfrage muss daher aus Importen oder weit entfernten Fanggründen gedeckt werden. Ohne stabile Heringsbestände steht die Küstenfischerei in Mecklenburg-Vorpommern in naher Zukunft vor dem Aus.

Neben der gewerblichen Fischerei stellt vor allem der Klimawandel und die damit einhergehende Erwärmung der Ostsee einen der Hauptgründe für die schwindenden Heringsbestände dar. Wärmeres Wasser lässt die Heringe immer früher im Jahr ablaichen sowie die Larven schneller schlüpfen. Zu dieser Zeit ist jedoch die Nahrungsgrundlage, das Zooplankton (Kleinkrebse), noch nicht in ausreichender Menge und verzehrbarer Größe für die Heringslarven verfügbar. Dies ist erst der Fall, wenn die Tage länger werden – da die Heringslarven nun früher da sind, verpassen sie somit das überlebenswichtige Zooplankton. Durch abnehmende Heringsbestände sind auch weitere Auswirkungen auf das Ökosystem Ostsee zu erwarten, da der Hering nicht nur ein Konsument, sondern ebenfalls eine wichtige Nahrungsgrundlage für weitere Arten wie Dorsche, Robben oder Schweinswale in diesem Gewässersystem ist. Die Oberflächentemperatur im Februar 2020 war die Höchste der letzten 30 Jahre. Gleichzeitig wurde 2020 die geringste Anzahl an Heringslarven der letzten 30 Jahre berichtet. Laut der Wissenschaft kann mit der Erwärmung der Ostsee über 50% des sinkenden Nachwuchses erklärt werden und ist somit als der wichtigste Einzelfaktor anzusehen.

Ein weiterer schwerwiegender Faktor für den Hering ist der übermäßige Nährstoffeintrag (Eutrophierung) in die Ostsee und die Bodden-Gewässer. Dieses Überangebot an Nährstoffen begünstigt das Wachstum von freischwebenden Algen im Greifswalder Bodden und verringert gleichzeitig den Lichteinfall in tiefere Wasserschichten. Ohne Licht können größere Pflanzen nicht mehr wachsen und den Heringen fehlt folglich das für die Fortpflanzung nötige Laichsubstrat. Im Greifswalder Bodden, einem der wichtigsten Laichgebiete für den frühjahrslaichenden Hering, hat die Bedeckung des Meeresbodens mit höheren Wasserpflanzen auf etwa 7% der ursprünglichen Fläche abgenommen. Die Wissenschaft ist der Meinung, dass eine Verringerung des Nährstoffeintrags durch die Landwirtschaft, beispielsweise über den Peenestrom während der Laichzeit, sofort spürbare positive Auswirkungen auf das verstärkte Algenwachstum hätte.

Ein so großes Ökosystem, wie es die Ostsee ist, unterliegt vielen Einflussfaktoren. Dementsprechend ist es nicht möglich, einem bestimmten Aspekt den Rückgang des Herings zuzuschreiben. Vielmehr müssen alle Parameter im Zusammenspiel betrachtet und bewertet werden. Unumstritten ist jedoch, dass einer der bekanntesten und beliebtesten Speisefische – der Hering – in Deutschland gefährdet ist. Für diese Gefährdung gibt es verschiedene Ursachen. Vor allem der Klimawandel, mit seinen weitreichenden Auswirkungen auf ökologische Zusammenhänge, spielt hier eine entscheidende Rolle. Mit dem Hering als Fisch des Jahres 2022 wollen wir ein weiteres Jahr auf die veränderten Lebensbedingungen und die enorme Wichtigkeit dieser Fischart in den Küstenregionen aufmerksam machen.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://fisch-des-Jahres.dafv.de

Neuer Radiospot des LAVT zum Artenschutz!

Neuer Radiospot des LAVT zum Artenschutz!

Artenschutz ist eines der großen gesellschaftlichen Themen, denen sich auch die Mitglieder des Landesanglerverbandes Thüringen stellen. Einseitigen Artenschutz, der Vögel privilegiert und im gleichen Zuge Fischen schadet ist jedoch der falsche Weg. Um hier für Aufmerksamkeit und Sensibilisierung zu sorgen, hat sich der LAVT entschlossen, mit einer breit angelegten Informationskampagne das Thema öffentlicher greifbar zu machen. Wer den Spot im Radio verpasst hat, kann ihn hier nachhören:

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Offener Brief der BI Lebensraum Apfelstädt an den Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow

Offener Brief der BI Lebensraum Apfelstädt an den Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow

Liebe Anglerinnen und Angler,
Liebe Freunde der Angelfischerei,
Sehr geehrte Unterstützer gesunder, fischreicher Gewässer,


nachfolgend findet Ihr einen offenen Brief der Bürgerinitiative Apfelstädt an den Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow. Selbstverständlich soll, ja muss sich hier jeder selbst seine eigene Meinung bilden.

Das auf Grund von politischen Fehlentscheidungen und kommerzieller Interessen einer unserer attraktivsten Thüringer Fließgewässer, die Apfelstädt und damit Heimat vieler tausender Menschen und Lebensraum unzähliger Tier- und Pflanzenarten zerstört wird, ist nicht zu akzeptieren.

die Apfelstädt im Jahr 2014, ohne Inbetriebnahme der Westringkaskade
seit 2020 fällt die Apfelstädt regelmäßig trocken, trotz voller Talsperren

Wir haben ein europäisches und bundesdeutsches Wasser- und Umweltrecht sowie ein entsprechendes Landesrecht, welches ein Verschlechterungsverbot und den Schutz von Gewässerökosystemen verpflichtend vorschreibt. An diesen gesetzlichen Rahmen haben sich nicht nur die Bürgerinnen und Bürger, sondern an aller erster Stelle die politischen Entscheidungsträger und die zuständigen Fachbehörden zu halten.

Das Beispiel Apfelstädt zeigt jedoch deren mehrfaches Versagen und das bewusste Ausblenden von gesellschaftlicher Verantwortung.

Hier noch einmal die Links zu den Videos zur Apfelstädt, welche die Hintergründe und Ursachen der Wasserknappheit deutlich machen. Ganz sicher ist es nicht allein der Klimawandel, der momentan für so vieles verantwortlich gemacht wird.
https://youtu.be/bsRCGx2u-G8
https://youtu.be/cWlrcU5Fs_k

Mit freundlichen Grüßen

Dietrich Roese Andre Pleikies
Präsident Geschäftsführer

Positives Feedback auf die Jahreshauptversammlung des LAVT

Positives Feedback auf die Jahreshauptversammlung des LAVT

Impressionen/Bilder von unserer Jahreshauptversammlung (JHV) am 04.09.2021 im Atrium Erfurt.

Sowohl den Präsidenten als auch die Geschäftsstelle des LAVT erreichten die letzten Tage eine Vielzahl von positiven E-Mails und Anrufe, in dem sich viele Delegierte aus unseren Vereinen für die perfekt organisierte und super durchgeführte Veranstaltung bedankten.

Erfreulich: Viele Glückwünsche kamen auch von Vereinen, welche dem LAVT neu beigetreten sind.

Eine so informative Veranstaltung, auf diesem hohen Niveau und in dieser Größenordnung, hätten sie noch nie erlebt. Auch bedankten sich unsere Vereine für die Fülle von Informationen, welche sie aus der Geschäftsstelle des LAVT regelmäßig zu allen wichtigen Themen erhalten. Dies wäre besonders unter der aktuellen Corona – Situation, wo persönliche Kontakte eingeschränkt sind, sehr wichtig.

Ein riesiges Lob gab es von den Vereinen auch für unsere beiden fleißigen Frauen in der Verwaltung, welche immer überaus freundlich sind. Alle Anliegen würden stets sofort bearbeitet. Oft hätten sie schon ein oder zwei Tage später die gewünschten Unterlagen. Ein Service, den unsere neuen Vereine so bisher nicht kannten. Dieses positive Feedback aus unseren Vereinen freut uns sehr. So ein liebes Dankeschön für unsere engagierte Arbeit tut wirklich gut und ist in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit.

Doch auch wir möchten uns nochmals bei allen anwesenden Delegierten aus unseren Vereinen recht herzlich für Ihre zahlreiche Teilnahme an der JHV bedanken.

Ein großes Dankeschön auch an die Geschäftsleitung und Mitarbeiter der Stadtwerke Erfurt, welche uns die Räumlichkeiten zur Verfügung stellten und uns in jeder Hinsicht tatkräftig unterstützten.

Herzlichen Dank auch an das Gesundheitsamt Erfurt, welches uns bei der Erarbeitung des Hygienekonzeptes fachkundig beriet.

Auch unserem Caterer ein großes Dankeschön für den tollen Service und das leckere Essen. Auch hier gab es durchweg ein positives Feedback.

Besonders möchten wir aber den vielen fleißigen Helfern danken, ohne die eine so erfolgreiche Großveranstaltung nicht möglich wäre. Danken möchten wir dem gesamten Aufbauteam des LAVT, den für die Desinfektion und Umsetzung des Hygienekonzeptes Verantwortlichen, den Einlasskräften,

den fleißigen Helfern, welche für die ordnungsgemäße Registrierung der Delegierten und Ausgabe der Stimmkarten verantwortlich waren sowie allen Delegierten aus den Vereinen, welche in den verschiedenen, Kommissionen mitarbeiteten.

Wir wünschen allen noch ein kräftiges Petri Heil und kommen Sie gut durch diese Zeit.

Dietrich Roese                                                 André Pleikies
Präsident                                                          Geschäftsführer