Schädliche Diskussion zur Thematik Austauschkarten

Seit vielen Jahren, so auch 2017, gibt es zwischen dem Thüringer Gewässerverbund des

Landesanglerverbandes Thüringen e.V. und dem
Landesanglerverband Brandenburg e.V.
Landesanglerverband Mecklenburg – Vorpommern e.V.
Landesanglerverband Sachsen e.V.
Landesverband Sachsen – Anhalt e.V.
Landesanglerverband Berlin e.V.
Fischereiverband Oberpfalz e.V.
Angelsport – Verband Hamburg e.V.

Vereinbarungen zum gegenseitigen Angelkartenaustausch. Diese basieren auf einer freundschaftlichen, vertrauensvollen, ehrlichen Zusammenarbeit und einer exakten Abrechnung der ausgegebenen Austauschkarten. Alle diese Vereinbarungen sind auf freiwilliger Basis zwischen den Verbänden abgeschlossen. Keiner der Verbände hat das Recht bzw. den Anspruch diese von einem anderen Verband einzufordern, insbesondere nicht auf eine so unsachlichen Art und Weise, wie es der Präsident und Vertreter des Gewässerfonds des Verbandes für Angeln und Naturschutz e.V. (VANT) seit geraumer Zeit tun.

Hintergrund des von den Verantwortlichen des VANT und des Zweigvereins Gewässerfonds im VANT in der Öffentlichkeit sehr polemisch, fachlich nicht korrekt und äußerst anmaßend geführten Diskussion ist die Tatsache, dass sich die Landesanglerverbände Brandenburg und Sachsen – Anhalt unmissverständlich dazu entschieden haben, mit dem Zweigverein Gewässerfonds im VANT ab 2017 keinen Angelkartenaustausch mehr durchzuführen.

Diese Diskussion hat sich seitens des VANT zwischenzeitlich zu einem Schauspiel auf niedrigem Niveau entwickelt, in dem mit wenig Sachkenntnis sowie einer Vielzahl von Falschaussagen, Schuldzuweisungen und Versprechungen versucht wird, sich bei den eigenen Mitgliedern für die momentane Situation zu rechtfertigen und die Verantwortung anderen zu zuweisen.

Die stetigen Angriffe und Falschaussagen des VANT gegenüber unserem Verband sind wir seit Jahren gewohnt, haben jedoch diese Provokationen in der Regel ignoriert und einfach unsere Arbeit als Dienstleister und Interessenvertreter für unsere Vereine gemacht. Die sehr positive Entwicklung unseres Verbandes und seiner Vereine bestätigen die Richtigkeit unseres Handelns.

Als Präsident des LAVT muss ich deutlich sagen, wir lassen uns vom Präsidenten des VANT, Herrn Karsten Schmidt, und seinen Helfern nicht unterstellen, dass wir mit den Geldern unserer Mitglieder nicht verantwortungsvoll umgehen. Unser Verband hat mehrere Rechnungsprüfungen in den vergangenen Jahren und die .berprüfung des Thüringer Landesrechnungshofes sowie die jährlichen .berprüfungen durch die Revisionskommission des LAVT jedes Mal sehr erfolgreich, ohne jegliche Beanstandungen, abgeschlossen. Wenn der Präsident des VANT so eine Diskussion wirklich will, dann werden wir uns unter anderem auch öffentlich über das weniger gute Ergebnis des VANT bei deren Überprüfung durch den Thüringer Landesrechnungshof unterhalten müssen.

Unserem Verband wurde stets ein verantwortungsvoller, exakter Umgang der Gelder, auch aus steuerrechtlicher Sicht, sowie eine ordentliche Verwendung von Fördermitteln bestätigt. Auch der damalige Zusammenschluss des Angelfischereiverbandes Ostthüringen e.V. und des Landesangelfischereiverbandes Thüringen e.V. zum Landesanglerverband Thüringen e.V. mit heute aktuell 15.700 Mitgliedern war aus finanztechnischer Sicht kein Problem. Beide Verbände konnten auf Grund einer ordentlichen Haushaltführung und sauberer Finanzen die Vereinigung vollziehen. Dies zeigt, es gibt keine objektiven Gründe, welche gegen einen einheitlichen Anglerverband in Thüringen sprechen.

Mit der seit geraumer Zeit vom Präsidenten des VANT initiierten Diskussion zu den Austauschkarten schadet er nachhaltig der Angelfischerei in Thüringen, zerstört die Basis einer Annäherung beider Thüringer Verbände und gefährdet insgesamt den Angelkartenaustausch zwischen den Landesverbänden.

Wie eingangs erwähnt, möchte sich unser Verband nicht an der Diskussion zu den Austauschkarten beteiligen, insbesondere, da es uns nicht zu steht, über die Verwendung der Angelkarten anderer Bundesländer zu befinden.

Aus diesem Grund stellen wir das Schreiben des Präsidenten des Landesanglerverbandes Sachsen – Anhalt e.V., Herrn Uwe Bülau, an den Vorsitzenden des Zweigvereins Gewässerfonds im VANT e.V., Herrn Urbanek, welcher eigentlich für den Abschluss der Vereinbarungen über den Angelkartenaustausch mit den anderen Bundesländern verantwortlich ist und ein Schreiben zu dieser Problematik vom ehemaligen Gesch.ftsführer des VANT und Vorsitzenden des SFV Themar e.V., Herrn Andreas Kirsch, auf unsere Internetseite. Beide Schreiben geben ausreichend Antwort auf die vielen offenen Fragen zur Problematik der Austauschkarten und den Verantwortlichkeiten.

Für eines haben die Aktionen des Präsidenten des VANT, Herrn Karsten Schmidt, bereits gesorgt. – So hat der Präsident des Landesanglerverbandes Sachsen – Anhalt e.V. bei einer Veranstaltung in Kalbsrieht am 12. Februar 2017 offiziell bekannt gegeben, dass es auch im Jahr 2018 keinen Angelkartenaustausch mit dem Zweigverein Gewässerfonds im VANT geben wird.

Petri Heil
Dietrich Roese
Präsident LAVT


Fisch des Jahres 2017 – Die Flunder

Fisch des Jahres 2017 – Die Flunder

Die Plattfischart wurde gemeinsam vom Deutschen Angelfischerverband (DAFV) und dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Abstimmung mit dem Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) zum Fisch des Jahres 2017 gewählt.

Die Flunder ist ein ausgesprochen wanderfreudiger Fisch, der als Jungfisch teilweise vom Meer in die Flüsse einschwimmt. „Mit der Flunder als Fisch des Jahres 2017 wollen wir gemeinsam darauf aufmerksam machen, dass die Meere und Flüsse untrennbare Lebensräume darstellen und vielen Fischarten durch Querbauwerke wie zum Beispiel Wehre die natürlichen Wandermöglichkeiten genommen werden“, so die Präsidentinnen des DAFV, Dr. Christel Happach-Kasan und des BfN, Prof. Dr. Beate Jessel, in einer gemeinsamen Erklärung. Zudem werde mit der Wahl auf die Verschmutzung der Lebensräume in Küstennähe, die Gefahr von Überfischung durch die Berufsfischerei und die Gefährdung durch Ausbaggerung der Flüsse hingewiesen, so die Expertinnen weiter. Denn von den Veränderungen der Lebensräume durch Ufer- und Querverbauungen, Regulierungsmaßnahmen oder Schadstoffbelastungen ist nicht nur die Flunder, sondern sind auch viele andere Fischarten und aquatische Lebewesen betroffen.

Fisch des Jahres 2017 - Die Flunder
© Mario Merkel
Fisch des Jahres 2017 - Die Flunder
© Mario Merkel
Hintergrund

Die Flunder ist primär eine marine Fischart, die entlang der gesamten europäischen Küsten verbreitet ist. Sie ist nachtaktiv und gräbt sich tagsüber in Sand, Schlamm oder Schlick ein, sodass nur die Augen herausschauen. Sie frisst im marinen Bereich überwiegend Asseln, Würmer und Weichtiere, im Süßwasser Zuckmücken- und andere Insektenlarven. Zum Laichen wandern Flundern in tiefere Meeresgewässer, wo sie von Januar bis Juni ablaichen. Die erwachsenen Tiere verbleiben anschließend im Salzwasser und kehren nicht in Brackwasser- und Süßwasser-Habitate zurück.

Die Larven leben anfangs im Freiwasser und verdriften mit der Strömung an die Küsten. Ein Teil davon beginnt später in die Flüsse einzuwandern. Die Umwandlung in einen Plattfisch erfolgt bei einer Larvenlänge von etwa sieben bis zehn Millimeter. Die Augen wandern dann auf eine Seite des Körpers, bei der Flunder zu zwei Dritteln aller Exemplare auf die rechte Körperseite. Erst nach der Vollendung zum ungefähr 1 cm großen Plattfisch gehen die Tiere vollständig zum Bodenleben über.

Der Körper der Flunder ist seitlich abgeflacht und asymmetrisch aufgebaut, da beide Augen auf der gleichen Körperseite liegen. Flundern werden 20 bis 30 Zentimeter lang und haben ein durchschnittliches Gewicht von ca. 300 Gramm. In Ausnahmefällen werden sie bis zu 50 Zentimeter lang bei einem Gewicht von zwei bis drei Kilogramm. Eine Flunder kann bis zu 20 Jahre alt werden.

Von anderen Plattfischen wie Scholle oder Kliesche unterscheidet sich die Flunder durch ihre raue Haut, die sich beim darüberstreichen anfühlt wie Schmirgelpapier. Wenn man in einem Fluss auf einen Plattfisch trifft, handelt es sich immer um eine Flunder, denn nur dieser Plattfischart ist es möglich im Süßwasser zu überleben.

Die Flunder ist zwar nicht akut bestandsgefährdet, aber in den Fließgewässern findet man sie flussaufwärts nur noch bis zur ersten Querverbauung, da geeignete Fischaufstiegseinrichtungen meist fehlen.

In früheren Zeiten sind einzelne Flundern zur Nahrungssuche sogar mehrere hundert Kilometer weit in die Flüsse aufgestiegen. Aufgrund der Wasserverschmutzung waren lange Zeit keine Flundern mehr in den Flüssen zu finden. Mittlerweile werden jedoch wieder vereinzelt Flundern in den Flüssen beobachtet, im Rhein tritt sie seit Ende der 1980er Jahre regelmäßig auf.

V.i.S.d.P.
Deutscher Angelfischerverband e.V.

Geschäftsstelle Berlin
Reinhardtstraße 14, 10117 Berlin
Tel.: 030/97104379, Fax: 030/97104389
E-Mail: info-berlin@dafv.de

Geschäftsstelle Offenbach 
Siemensstr. 11-13, 63071 Offenbach/Main 
Tel.: 069/8570695, Fax: 069/873770 
E-Mail: info-offenbach@dafv.de

Anm.: Beide Fotos dürfen unter Nennung des Bildautors (© Mario Merkel) und nur im Zusammenhang mit der Pressemitteilung zum Fisch des Jahres honorarfrei verwendet werden.

Stellungnahme zu den vorgesehenen Änderungen in der Thüringer Verordnung über Ausnahmen von den Verboten des §44 des Bundesnaturschutzgesetzes und zur Übertragung einer Ermächtigung (Kormoranverordnung)

Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz
Postfach 90 03 65
99106 Erfurt

Sehr geehrte Frau Ministerin Anja Siegesmund, Sehr geehrte Frau Susanne Bauder – Schwartz, für die Zusendung des obigen Entwurfes über den Verteiler der in Thüringen anerkannten Naturschutzverbände und die Möglichkeit zur Stellungnahme möchten wir uns bei Ihnen bedanken.

Grundsätzliches

Bestandteil unserer Stellungnahme ist das Ihnen am 14.09.2016 zugesandte Schreiben, welches bereits auf alle fachlichen Belange im obigen Verordnungsentwurf umfassend eingeht und unser Schreiben an Herrn Ministerpräsidenten Bodo Ramelow, welches Ihnen von der Staatskanzlei zur weiteren Bearbeitung übermittelt wurde.

Bisher haben Sie leider auf beide Schreiben, in denen wir fachlich fundierte Aussagen zur aktuellen Kormoranproblematik und der akuten Gefährdungslage unserer heimischen Fischfauna treffen sowie Vorschläge im Interesse des Erhalts der Artenvielfalt und eines erfolgreichen Kormoranmanagements unterbreiten, nicht geantwortet.

Auch auf unsere berechtige Frage, ob es sich bei der in Thüringen vorrangig vorkommenden Kormoranart Phalacrocorax c. sinensis um eine in Thüringen heimische Vogelart handelt, erhielten wir zwar eine kurze Mailnachricht, aber bis heute keine fachlich fundierte, zufriedenstellende Antwort.

Grundsätzlich sind viele heimische Fischarten durch die unverändert hohe Anzahl an Kormoranen massiv in ihrer Existenz gefährdet. Dies haben nicht nur verschiedene Gutachten an Thüringer Gewässern, wie an der Ilm, Schleuse oder Ulster, sondern auch in jüngster Vergangenheit, die durch den Freistaat Thüringen im Rahmen der Umsetzung der EU – Wasserrahmenrichtlinie selbst in Auftrag gegebenen Untersuchungen der Fischbestände in ausgewählten Referenzstrecken zweifelsfrei ergeben.

Ohne das ehrenamtliche Engagement und die hohen finanziellen Aufwendungen der Anglerverbände und ihrer Vereine im Gewässer- und Fischartenschutz wäre die gegenwärtig kritische Situation der heimischen Fischfauna noch um ein Vielfaches dramatischer.

Untersuchungen der Weltnaturschutzunion (IUCN) belegen, dass schon heute Fische deutlich stärker gefährdet sind als Vögel oder Säugetiere. So sind nach Angaben der IUCN mehr als ein Drittel der Süßwasserfische in Europa vom Aussterben bedroht.

Auf Grund der deutlich zu hohen Kormoranbestände im Freistaat Thüringen trifft dies auch in besonderer Weise auf unsere heimische Fischfauna zu. Der starke Befischungsdruck durch die Kormorane in den Thüringer Gewässern stellt jegliche Initiativen im Fischartenschutz und mittlerweile auch das Erreichen des guten Zustandes in unseren Gewässern nach den Kriterien der EU – Wasserrahmenrichtlinie in Frage.

Umso unverständlicher ist es, dass der obige Verordnungsentwurf des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz versucht, dem Kormoran erneut einen besonderen Schutzstatus einzuräumen und damit eine wirkliche Regulierung des Kormoranbestandes verhindert.

Auch die im Verordnungsentwurf vorgesehene Flächenkulisse „Fischartenschutz“ dient letztendlich vorrangig dem Schutz des Kormorans und bedeutet in vielen Gewässern das Aus für unsere heimische Fischfauna. Unter diesen Vorzeichen lehnt unser Verband dieses Projekt strikt ab, denn sowohl die fachliche Begründung im Verordnungsentwurf ist nicht stimmig, als auch dessen einseitige Zielstellung ist nicht vereinbar mit einem auf den Erhalt der Artenvielfalt ausgerichteten Naturschutz.
Außerdem wäre dafür laut Thüringer Fischereirecht fachlich nicht das TMUEN, sondern die oberste Fischereibehörde im Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft zuständig.

Wir stehen heute tatsächlich vor der grundsätzlichen Frage, ob wir aus volkswirtschaftlicher, sozialer, kultureller sowie ökologischer Sicht einen durch Menschen geschaffenen, derartig hohen Kormoranbestand überhaupt verantworten können.

Es geht mittlerweile nicht mehr allein um die Fragen des Vogel- oder Fischartenschutzes, sondern auch um unzählige Thüringer Bürgerinnen und Bürger, welche sich für gesunde, artenreiche Gewässerlandschaften, einen verantwortungsvollen, nachhaltigen Naturschutz in einer entwickelten Kulturlandschaft sowie für das Gemeinwohl einsetzen.

Dies alles berücksichtigt der vorrangig auf den Schutz einer Vogelart ausgerichtete obige Verordnungsentwurf nicht und wird deshalb vom Landesanglerverband Thüringen e.V. (LAVT) abgelehnt. Wir fordern eine deutliche inhaltliche Überarbeitung, welche der tatsächlichen prekären Situation unserer heimischen Fischfauna gerecht wird.

Grundsätzlich favorisiert der LAVT die Fortführung der aktuell bestehenden Thüringer Kormoranverordnung vom 09. Dezember 2008 unter stärkerer Einbindung von Schutzgebieten.

Nachfolgend unsere Hinweise, Ergänzungen und Einwände zum vorliegenden Verordnungsentwurf im Detail:

§ 2 Einschränkungen

Hier fordert der LAVT als Kompromisslösung die Beibehaltung der bisherigen Regelung im § 2 der aktuellen Thüringer Kormoranverordnung. Dabei ist zu prüfen, ob für den Kormoran Phalacrocorax c. sinensis, welcher nach unserem Kenntnisstand keine in Thüringen heimische Vogelart ist, bei einem so hohen Bestand und den damit verbundenen negativen Auswirkungen für die Gewässerökosysteme, überhaupt eine Schonzeit sinnvoll bzw. aus naturschutzfachlichen Gründen berechtigt ist.

Begründung:

Da die Kormorane in der Regel völlig unerwartet bzw. nicht vorhersehbar die Gewässer anfliegen, müssen die Fischereiberechtigten bzw. Fischereipächter die Möglichkeit besitzen, schnell handeln und die Kormorane sofort vergrämen zu können. Dies wäre bei einer vorherigen Einzelfallgenehmigung durch die unteren Naturschutzbehörden nicht mehr gegeben. In den meisten Fällen käme die Genehmigung zum Vergrämungsabschuss für unsere heimische Fischfauna zu spät.

Bereits in der Vergangenheit hatten wir diese Form der Einzelfallgenehmigung, welche sich jedoch nachweislich nicht bewährt hat.
Die Bearbeitung der Anträge dauerte in der Regel viel zu lange, nicht wenige Anträge wurden abgelehnt und obwohl die Kormorane zwischenzeitlich den Fischbestand stark schädigten, wurde, wenn überhaupt, der Vergrämungsabschuss später nur für wenige Vögel genehmigt. Das Ergebnis war stets eine Katastrophe für unsere heimische Fischfauna.

Übrigens gilt die aktuell noch gültige, deutlich praktikablere Regelung nur außerhalb der Schonzeit und nicht für Schutzgebiete. Auch hier bedarf es momentan der Erlaubnis durch die untere Naturschutzbehörde. Sicherlich für den Erhalt der Artenvielfalt in unseren Thüringer Gewässern keine optimale Lösung. Die Vergrämung zu hoher Kormoranbestände muss im Interesse des Artenschutzes und stabiler Gewässerökosysteme auch in Schutzgebieten möglich sein.

Punkt 3. Flächenkulisse „Fischartenschutz“

Beim ersten Lesen wird der Eindruck vermittelt, dass es hier um Fischartenschutz geht.
Dabei wird gerade in diesem Punkt die Ausrichtung des Verordnungsentwurfes besonders deutlich. Diese Regelung dient vorrangig dazu, den Schutz des Kormorans noch zu verstärken und die Kormoranvergrämung auf möglichst wenige Gewässer zu beschränken. Das Ergebnis wäre, sollte diese Flächenkulisse so umgesetzt werden, eine zusätzliche Bedrohung, ja das Aus für unsere heimische Fischfauna in vielen Thüringer Gewässern.

Die fachliche Begründung für die Einführung einer Flächenkulisse „Fischartenschutz“ zeigt, dass Gesetzmäßigkeiten von Lebensgemeinschaften in Gewässern bzw. deren Wechselwirkungen, besonders bei der arten- und altersklassenmäßigen Zusammensetzung unserer heimischen Fischarten nicht berücksichtigt werden.

Es kann grundsätzlich nicht nur um den Schutz von Rote – Liste – Fischarten oder lokaler Populationen gehen, sondern um den Schutz von Fischlebensgemeinschaften, da zwischen den einzelnen Arten ein starkes Abhängigkeitsverhältnis besteht. Es gibt keine wichtigen oder unwichtigen Fischarten und auch keine unwichtigen Gewässer.

In den Thüringer Gewässern kommen insgesamt 43 Fischarten vor. Davon gelten nur 16 Fischarten als ungefährdet. Dies zeigt deutlich den hohen Gefährdungsgrad unserer heimischen Fischfauna. Da der Kormoran zur Deckung seines Nahrungsbedarfes letztendlich alle Fische fängt, welche im Gewässer verfügbar sind, werden neben gefährdeten oder naturschutzrelevanten Fischarten, auch alle anderen Arten erbeutet.

Wir haben im Freistaat Thüringen keine Einzelfälle von Gefährdungen unserer heimischen Fischfauna, sondern dies betrifft den Großteil der stehenden und fließenden Gewässer.

Der LAVT und seine 230 Vereine fühlen sich dem Erhalt der Artenvielfalt und dem Schutz der gesamten heimischen Fischfauna sowie aller stehenden und fließenden Gewässer verpflichtet. Aus diesem Grund fordern wir die Streichung des Punkt 3. im § 2 Einschränkungen.

Aufhebung des bisherigen § 4

Hier fordert der LAVT die unbedingte Fortführung des § 4 Verhinderung von Brutkolonien.

Begründung:

Nachweislich und in der Begründung des TMUEN auch bestätigt, gibt es immer wieder Brutversuche bzw. kleinere Brutkolonien. Es ist nicht auszuschließen, dass es zukünftig, wie in der Vergangenheit an den Haselbacher Teichen, wieder größere Brutkolonien geben wird. Auf Grund des deutlich zu hohen Kormoranbestandes und die durch diesen im Freistaat Thüringen verursachten Schäden, insbesondere bei unseren heimischen Fischarten, verbietet sich die Zulassung von Brutgebieten aus naturschutzfachlicher Sicht. Eine Streichung des §4 würde in jedem Fall die Bildung neuer Brutkolonien zulassen und dies für eine nach aktuellem Kenntnisstand in Thüringen nicht heimischen Vogelart.

Neuer § 4 Bestandsüberwachung

Der LAVT fordert die Beibehaltung der Formulierung im § 6 der aktuell noch gültigen Thüringer Kormoranverordnung (siehe Begründung §2, Punkt 3.) und lehnt die Folgeänderung, welche im Zusammenhang mit den vorgesehenen Bestimmungen zur Flächenkulisse „Fischartenschutz“ stehen, ab.

Abschließend möchten wir noch einmal drauf hinweisen, dass sich der Kormoran in einem hervorragenden Erhaltungsstatus befindet. Durch seine starke Vermehrung und Ausbreitung in Regionen, die er vorher nicht besiedelte (dazu gehört seit ca. drei Jahrzehnten auch Thüringen) ist er zu einer Tierart geworden, die nachhaltige Schäden in der Kulturlandschaft und insbesondere in den Fischpopulationen verursacht.

Bei objektiver Bewertung liegt keine Gefährdung des Kormorans in Thüringen vor, so dass uns die momentane Vorgehensweise des TMUEN beim Thema Kormoran sehr irritiert.

Sicherlich ist langfristig eine Lösung des Kormoranproblems nicht allein in Thüringen, sondern nur über einen europäischen Managementplan, an dem sich möglichst alle betroffenen europäischen Staaten beteiligen, möglich.

Eine der zentralen Forderungen unseres Verbandes ist eine konsequente „Geburten- bzw. Bestandsregulierung“ in den Brutgebieten. Diese wird inzwischen auch von großen Teilen des EU – Parlamentes und in der Bonner Konvention empfohlen. Jedoch mangelt es bisher an einer effektiven und koordinierten Umsetzung sowie dem Willen und notwendigem Druck der EU – Mitgliedsländer.

Wir halten hier ein gemeinsames Positionspapier aller Thüringer Naturschutzverbände zusammen mit dem Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz an die Bundesregierung und das EU – Parlament für sinnvoll. Denkbar wären Vorschläge für eine sanfte „Geburtenkontrolle“ in den Brutgebieten, bekleidet durch regelmäßige wissenschaftliche Untersuchungen über die Bestandsentwicklung des Kormorans.

Unser Verband hat in jedem Fall großes Interesse an einer sachlichen Diskussion und einem fachlichen Meinungsaustausch. Dabei ist es völlig legitim, dass es zum Kormoran auch unterschiedliche Standpunkte gibt. Jedoch scheint aktuell die fachliche Meinung und die sachlich vorgetragenen Bedenken und Sorgen der Thüringer Anglerschaft beim TMUEN kein Gehör zu finden. Warum dies gerade bei der Kormoranproblematik der Fall ist, erschließt sich uns nicht, da es in anderen Fachbereichen zwischen dem TMUEN und dem LAVT durchaus eine konstruktive Zusammenarbeit gibt.

Mit freundlichen Grüßen

Dietrich Roese
Präsident

André Pleikies
Geschäftsführer

Mögliches AUS für die heimische Fischfauna in Thüringen

Liebe Thüringerinnen, Liebe Thüringer,
Liebe Angelfreundinnen, Liebe Angelfreunde,

die Verlängerung der Thüringer Kormoranverordnung liegt in Verantwortung des neu geschaffenen Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN). Diesem haben wir bereits in einer Sitzung des Landesnaturschutzbeirates und kürzlich am 14.09.2016 in einem sehr ausführlichen Schreiben die aktuelle Gefährdungssituation der heimischen Fischfauna und die dringende Notwendigkeit eines Kormoranmanagements in Thüringen fachlich fundiert dargelegt.

Gleichzeitig haben wir die Fortführung der Thüringer Kormoranverordnung ab 2017, welche vorrangig dem Fischartenschutz zu dienen hat, gefordert.

Auf Grund berechtigter fachlicher Zweifel hat unser Verband beim TMUEN den Antrag gestellt zu prüfen, ob es sich beim Kormoran Phalacrocorax carbo sinensis um eine in Thüringen heimische Vogelart handelt. Bisher liegt uns dazu keine Antwort vor.

Jedoch wurde unserem Verband vor wenigen Tagen der Entwurf einer neuen Thüringer Kormoranverordnung vom TMUEN mit der Möglichkeit zur Stellungnahme zugesandt.

Dieser Entwurf, sollte er so umgesetzt werden, ist nicht nur das AUS für viele unserer heimischen Fischarten, sondern vor allem auch ein Schlag ins Gesicht derer, welche sich in unzähligen ehrenamtlichen Stunden und mit Ihrem privaten Geld für den Fischartenschutz und den Erhalt der Thüringer Gewässer engagieren.

Die aktuelle Naturschutzpolitik im Freistaat Thüringen zeigt auf erschütternde Weise, dass der Wille der politischen Entscheidungsträger fehlt, fachliche Argumente und feststehende, belastbare Untersuchungsergebnisse zu den negativen Auswirkungen eines zu hohen Kormoranbestandes überhaupt zur Kenntnis zu nehmen, geschweige diese im Entscheidungsprozess entsprechend zu berücksichtigen. Ein Fachministerium wie das TMUEN hat neutral, allein auf fundierter fachlicher Grundlage zu entscheiden. Doch hier werden offensichtlich die Interessen von Lobbygruppen bedient, welche den Kormoran zum Vogel des Jahres ausgerufen haben und entgegen jeglicher Vernunft weiterhin deren besonderen Schutz fordern.

Allein an der Kormoranproblematik zeigt sich, dass es niemanden verwundern muss, dass immer mehr Menschen auf Grund des Auftretens und oft nicht nachvollziehbarer, kritikwürdiger Entscheidungen von Politik und Behörden immer unzufriedener werden.

In den nächsten Wochen sind weitere Diskussionen mit den Entscheidungsträgern dringend notwendig, um eine Fortführung der bestehenden Kormoranverordnung, möglichst unter Einbindung der Schutzgebiete, zu erreichen. Dabei ist es sehr hilfreich, wenn neben den Verbänden auch betroffene Angelvereine aus ihrer Sicht die dramatische Situation für die Fischbestände in ihren Gewässern und deren negativen Auswirkungen auf das Vereinsleben und die Lebensqualität vor Ort

in aller Deutlichkeit direkt bei unserer Landesregierung und dem TMUEN in Wort und Bild schildern. Auf Wunsch senden wir gern die entsprechenden Kontaktdaten zu.

Im Anhang unser ausführliches Schreiben zur Kormoranproblematik, welches wir unter anderem an alle wichtigen politischen Entscheidungsträger und zuständigen Fachbehörden versandt haben.
Auf Grund der dramatischen Situation für unsere heimischen Fischbestände möchten wir möglichst eine breite Öffentlichkeit für die Kormoranproblematik sensibilisieren. Gern können Interessierte und unsere Vereine den Inhalt dieses Schreiben als Argumentationshilfe und für die Vereinsarbeit verwenden.

Gleichzeitig bereitet unser Verband eine Petition an den Thüringer Landtag und eine Anfrage an den Thüringer Ministerpräsidenten, Herrn Bodo Ramelow, vor.

Wie beim Lesen des Schreibens in der Anlage festzustellen ist, wurde die Kormoranproblematik sehr umfassend und aus verschiedenen Blickwinkeln dargestellt.

Über Hinweise, Kritiken und Zuarbeiten, welche unser gemeinsames Anliegen, den Schutz unserer wertvollen Thüringer Gewässer und der heimischen Fischfauna unterstützen, wären wir unseren Vereinen sehr dankbar.

Gleichzeitig möchten wir alle Thüringer Bürgerinnen und Bürger, welche sich für gesunde, artenreiche Gewässerlandschaften, einen verantwortungsvollen, nachhaltigen Naturschutz in einer entwickelten Kulturlandschaft sowie für das Gemeinwohl einsetzen, um Ihre Unterstützung bitten.

Ist es nicht ein erstrebenswertes Ziel, wenn auch nachfolgende Generationen in den Thüringer Gewässern Fischarten wie die Bachforelle oder Äsche bewundern können?! Selbst in der früheren deutschen Kulturgeschichte inspirierte die heimische Fischfauna Dichter und Komponisten, so auch im Gedicht „Die Forelle“ von Christian Friedrich Daniel Schubart von 1783, vertont 1818 von Franz Schubert.

Die Forelle
In einem Bächlein helle, 
Da schoß in froher Eil’
Die launige Forelle
Vorüber wie ein Pfeil.
Ich stand an dem Gestade, 
Und sah in süßer Ruh’
Des muntern Fisches Bade
Im klaren Bächlein zu.

Beide wären heute sicherlich fassungslos, wie durch falsch verstandenen Artenschutz, wo eine durch Menschen künstlich geförderte überproportionale Entwicklung einer Art (siehe Kormoran) zur Gefährdung und Ausrottung anderer Arten (siehe unsere heimische Fischfauna) führt. Ist das tatsächlich verantwortungsvoller Naturschutz?! Diese Frage kann sich jeder selbst beantworten.

Dietrich Roese
Präsident

André Pleikies
Geschäftsführer

Messe Reiten- Jagen- Fischen wird „volljährig“

Messe Reiten- Jagen- Fischen wird „volljährig“

Ihren 18. Geburtstag feierte die Messe in diesem Jahr am18. März. Traditionell um 11.00 Uhr begann das Eröffnungszermoniell in der großen Arena der Reiterhalle.

Unterstützt wurden die Thüringer Jagdhornbläser beim „Anblasen“ in diesem Jahr von einigen Kollegen aus Tschechien, welches Gastland der diesjährigen Messe war. Auf der Zuschauertribüne hatten neben ersten Messegästen auch zahlreiche Vertreter der Thüringer Landespolitik, der Landesregierung sowie der Stellvertretende Minister des Tschechischen Landwirtschaftsministeriums und der Verbände Platz genommen. Sie wünschten in ihren Ansprachen den Veranstaltern, Ausstellern und Gästen drei erlebnisreiche und erfolgreiche Tage. Wie bereits im Vorjahr waren die Angler, Fischer und Gerätehändler in Halle 1 ganz unter sich. Damit gab es genügend Platz für die zahlreichen Präsentationen und Events und natürlich auch für unseren interessant gestalteten Messestand.

Besonderer Blickfang war wieder unsere große Videoleinwand an der Stirnseite unseres Standes. Mit mehreren Image- Videos und eindrucksvollen Dia- Shows konnten sich die Besucher ein eindrucksvolles Bild von unserem Verband und seinem Wirken in Thüringen verschaffen. Vieles davon findet sich auch auf unserer Internetseite www.lavt.de wieder, deren Besuch immer ein lohnendes Erlebnis ist.

Am ersten Tag noch verhalten, jedoch am Samstag und Sonntag in dichtem Gedränge, überfluteten interessierte Besucher unseren Stand, denn es gab eine Menge Interessantes und Wissenswertes über alle Themen rund ums Angeln, die Arbeit des Landesverbandes und natürlich Spaß und Action für Groß und Klein.

Messe Reiten- Jagen- Fischen wird „volljährig“
Messe Reiten- Jagen- Fischen wird „volljährig“

Schon bald hatte unser erfahrenes Messeteam alle Hände voll zu tun sowie Rede und Antwort zu stehen, um alle Fragen der wissbegierigen Besucherscharen zu beantworten oder abenteuerlustige Kinder zu unterhalten.

Zahlreiche neu und übersichtlich gestaltete Schautafeln gaben anschauliche Einblicke in die vielfältigen Aufgabengebiete eines Landesanglerverbandes und seiner Vereine vor Ort. Natur-, Gewässer-, Arten- und Tierschutz nehmen heute oft einen breiteren Raum als das eigentliche Angeln ein. So stehen die Hege der Fischbestände, der Erhalt und die Pflege der Gewässerlebensräume im Mittelpunkt des Handelns unserer ca. 230 Vereine in allen Regionen Thüringens. Selbstverständlich kommt deshalb das Angeln keineswegs zu kurz. Wie man in Thüringen eine legale Anglerkarriere einschlagen kann, wie sich der Verband und die Vereine um Ihren Anglernachwuchs bemühen, veranschaulichte unsere Thüringer Fischerschule im LAVT (http://www.thueringer-fischerschule.de/) sowie das umfangreiche Programm von Bildungs-, Casting- und Angelveranstaltungen für Einsteiger und Fortgeschrittene oder Jung und Alt.

Auch diesmal faszinierten wieder jede Menge Aktionen zum Anfassen, Anschauen und Mitmachen sowie Tipps und Tricks der Experten auf unserem Stand.

Begeistert und vor allem sehr interessiert zeigte sich unsere Ministerin Birgit Keller bei ihrem Messerundgang am Samstag. Einen spannenden Drill mit einer großen Forelle an unserem Drillsimulator hatte sie bereits im Vorjahr erfolgreich absolviert, so dass sie diesmal auf ihrem Rundgang über unseren Stand mehr Zeit und viel Aufmerksamkeit anderen Themen unserer Verbandsarbeit sowie den Sorgen und Problemen der Angler und Fischer widmen konnte.

Auch bei seinem inzwischen sechsten erfolgreichen Messeauftritt als Publikumsmagnet der Extraklasse war unser Drillsimulator wieder eine echte Herausforderung für Groß und Klein. Nach langem „Schlange- Stehen“ sowie nerven- und kraftraubenden Drills verließen nicht selten schweißüberströmte und völlig erschöpfte aber glückliche „Anglerinnen und Angler“ dieses „Folterinstrument“. Doch im Unterschied zum wahren Angeln sind hier nicht die Fische sondern ausschließlich die Angler die Gestressten. Ebenfalls zum 6. Mal war das „Schulboot Flipper II“ mit von der Partie auf unserem Stand und begeisterte die Kids mit rasanten Fahrsimulationen auf virtuellen Gewässern.

Messe Reiten- Jagen- Fischen wird „volljährig“
Messe Reiten- Jagen- Fischen wird „volljährig“
Messe Reiten- Jagen- Fischen wird „volljährig“

Höchste Konzentration erforderte bei den kleinsten Angelkids der Fang von Magnetfischen im „Blauen Pool“. Für Begeisterung vor allem bei den kleinen Mädchen sorgte die 4. Meerjungfrau, Diana König, aus den Fjorden der Saale- Kaskade, welche natürlich auch so manche bewundernde Blicke gestandener „Angler-Mannsbilder“ auf sich zog. Malen, basteln oder Fische im Aquarium bestaunen ließ keine Langeweile bei den Kleinsten oder ihren Eltern aufkommen. Weit geöffnet hatten unsere Experten im Fried- und Raubfischangeln oder die Fliegenfischer und – binder ihre Trickkisten für alle interessierten Besucher. Bleibende Erinnerungen an besondere Fänge veranschaulichten die tollen Präparate der Bewohner aus Neptuns Reich am Stand von Thomas Mundt. Außerordentlich erfolgreich waren die Castingsportler unseres Verbandes bei den Platzierungen im Turnier um den Messepokal.

Eindrucksvoll und informativ präsentierten sich die Thüringer Berufsfischer in direkter Nachbarschaft als unsere Partner. Am Sonntagnachmittag hatte ihre „Nixe“, ein attraktives Body-Painting-Model alle Angler und Fischer „am Haken“. Mit ihrer Initiative „Thüringer Fische für Thüringer Gewässer“ warben sie für die Produktion von einheimischen Satzfischen für die Thüringer Angelgewässer.

Und so gab es wieder viel Stoff für Informationsgespräche und den Erfahrungsaustausch mit alten und neuen Bekannten und den zahlreichen Partnern unseres Verbandes. Neue Kontakte wurden geknüpft und bestehende erweitert. Lobbyarbeit steht nun mal im Mittelpunkt der Arbeit unseres Verbandes und dazu bietet die Messe eine hervorragende Plattform.

Diese „Achtzehnte“ war wohl eine der gelungensten Präsentationen in einer perfekten Mischung aus Neuem und Traditionellem auf unserem Messestand. Vor allem aber war sie der überzeugende Beweis für das erfolgreiche Zusammenwachsen von ehemals zwei Verbänden in unserem Landesanglerverband und dessen positive Entwicklung zum Wohle unserer Mitglieder und der gesamten Angelfischerei in Thüringen. Dazu hat das konsequente Handeln der Mitglieder in den vergangenen drei Jahren unseres vereinigten Verbandes entscheidend beigetragen. Wie immer gilt unsere ganz besondere Anerkennung und herzlicher Dank für die unermüdliche Arbeit unserem eingespielten Messeteam und den Mitarbeitern der Geschäftsstellen in der Vorbereitung und Durchführung dieses großen Frühjahrsevents des Verbandes. Sie haben wie in den Jahren zuvor alles getan, unseren Besuchern einen angenehmen und erlebnisreichen Aufenthalt auf unserem Stand zu bieten.

In der abschließenden Pressemitteilung der Messeleitung vom 20.03.2016 heißt es:
Erneut Besucherrekord: Reiten – Jagen – Fischen begeistert 28.500 Besucher Fischen 


Die besten Hirschrufer kommen aus Tschechien

Die Erfurter Messe „Reiten-Jagen-Fischen“ bleibt in der Erfolgsspur. Zur 18. Ausgabe der beliebten Naturmesse kamen rund 28.500 Gäste (2015: 27.700) aus ganz Mitteldeutschland auf das Erfurter Messegelände. Seit 2012 stieg die Besucherzahl damit um knapp 20 Prozent. Die meisten Besucher kamen aus Thüringen, dahinter folgen Sachsen-Anhalt, Sachsen, Niedersachsen und Hessen. „Natur kommt an“, sagt Erfurts Messechef Wieland Kniffka. „Die gut abgestimmte Kombination aus Freizeit-, Sport- und Fachangeboten zieht immer mehr Besucher an, darunter viele Familien“. Der Messegeschäftsführer wies darauf hin, dass sich die Messe zunehmend auch zu einem Anziehungspunkt für Fachleute entwickeln würde. 2016 lag der Fachbesucheranteil bei rund 50 Prozent. 

Publikumswirksames Highlight war auch 2016 wieder die „Offene Thüringer Meisterschaft der Hirschrufer“ am Messesonntag. Die deutschen Teilnehmer aus Thüringen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen mussten sich in diesem Jahr den Gästen vom böhmisch-mährischen Jagdverband geschlagen geben, die die drei ersten Plätze unter sich ausmachten. Das vielfältige Publikumsangebot wurde durch 12 Fachveranstaltungen mit über 1.200 erwarteten Gästen im Congress Center der Messe ergänzt. Hier fanden u.a. die Verbandstagung Maschinenring, das traditionelle Tierärzte-Meeting, das Pferdeforum Zucht + Sport, das Jagdforum sowie die theoretische Prüfung des Jungzüchterwettbewerbes statt. In den ausgebuchten Erfurter Messehallen hatten vom 18. bis 20. März 218 Aussteller aus 9 Ländern (Österreich, Niederlande, Südafrika, Ungarn, Bulgarien, Tschechische Republik, Rumänien, Italien und Deutschland) auf rund 46.000 qm Bruttofläche das komplette Sortiment an Produkten und Dienstleistungen für die Hobbywelten Reiten, Jagen und Fischen gezeigt.

Bis dahin wünschen wir allen eine schönes und erfolgreiches Angeljahr 2016 an unseren Thüringer Gewässern und ein Wiedersehen auf der 19. Reiten-Jagen-Fischen 2017.